Wir alle kennen die Redewendung „Über Geld spricht man nicht!“ und gerade für viele Yogalehrer ist dies eine eiserne Regel. Dennoch möchte ich in diesem Beitrag einmal ausführlich über das Thema Geld mit dir sprechen, denn Geld begleitet uns in allen Bereichen und deshalb musst du dich auch als Kinderyogalehrerin mit dem Thema Geld auseinandersetzten. Du musst wissen, was deine Arbeit wert ist, um entsprechende Preise festlegen zu können. Aber das ist natürlich gar nicht so einfach und mit Sicherheit hast du dir auch schon einmal die folgende Fragen gestellt:

  • Was kann ich für einen Kinderyogakurs verlangen?
  • Ist mein Preis zu hoch?
  • Verlange ich zu wenig?
  • Sind meine Kunden überhaupt bereit diesen Preis zu zahlen?
  • Was ist meine Arbeit als Kinderyogalehrerin wert?
  • Sollte ich einfach den Preis der Konkurrenz für mich übernehmen?

Die Betriebswirtschaftslehre bietet verschiedene Ansätze wie man einen Preis ermitteln kann. Da gibt es das magische Dreieck der Preispolitik, eine kostenorientierte, eine konkurrenzorientierte und eine kundenorientierte Preisbildung oder das Target Pricing. Alles sind tolle Ansätze mit denen man sich durchaus auch mal beschäftigen sollte, aber heute möchte ich dir die Sache mit der Preisbildung einmal aus einer völlig anderen Sichtweise heraus vorstellen und dir einen anderen Ansatz anbieten. Ich möchte das Thema Geld aus der Sicht der Energielehre mit dir betrachten. Die Energielehre ist uns Yogis ja vorallem im Zusammenhang mit den Chakren bekannt.

Also los geht's!

Anstatt über Preise oder Zahlen zu diskutieren oder ob 8 Euro besser als 9 Euro sind, möchte ich dir eine andere Frage stellen. Was ist Geld? Die wenigsten von uns haben sich schon einmal die Frage gestellt, was Geld überhaupt genau ist.

Geld ist Wertschätzung! Der Verkäufer eines Produktes oder einer Dienstleistung gibt mir etwas und ich drücke meine Wertschätzung für das Gekaufte aus in dem ich den vereinbarten Preis zahle. Nichts anderes ist es bei unserer Tätigkeit als Kinderyogalehrerin. Wir geben etwas und werden dafür mit Geld als Wertschätzung für unsere Arbeit bezahlt. Geld ist aber nicht nur Wertschätzung, sondern Geld ist immer auch Energie. Energie muss fließen. Kann die Energie nicht frei fließen, ist sie blockiert. Blockiert werden kann der Energiefluss nur durch uns selbst  und unsere negativen Glaubenssätze, die wir mit uns herumschleppen. Diese negativen Glaubenssätze können zum einen direkt mit dem Thema Geld zusammenhängen oder aber auch aus ganz anderen Bereichen stammen. Durch diese Glaubenssätze machen wir uns klein und sind am Ende weder in der Lage den eigenen Wert richtig einzuschätzen, noch uns für unseren Wunschpreis zu öffnen und erreichen schon gar nicht den dafür notwendigen Energie-Level.

Wir alle schleppen Glaubenssätze mit uns herum, die uns eindeutig nicht gut tun. Vielleicht trägst du aus deiner Kindheit den Glaubenssatz mit dir herum, dass Geld etwas Schlechtes ist oder nie genug Geld da ist. Vielleicht hast du auch Probleme damit grundsätzlich Geld anzunehmen. Weitere blockierende Glaubenssätze wie zum Beispiel, dass du noch nicht genug Erfahrung hast oder dir noch nicht genug Wissen angeeignet hast, können hinzu kommen. Auch solche Glaubenssätze verhindern es, dass du deinen Wert richtig einschätzt und blockieren am Ende deinen Energie- bzw. Geldfluss.

Versuche einmal für dich selbst herauszufinden, welche Glaubenssätze du im Zusammenhang mit Geld hast. Um die Blockaden aufzulösen, rate ich dir eine Liste zu erstellen und alle negativen Glaubenssätze schriftlich zu notieren. Wovor hast du Angst, was steht dir im Weg, was sind deine Muster, was sind deine Zweifel? Sei ehrlich mit dir selbst! Danach versuche für jeden negativen Glaubenssatz mehrere Gegenargumente zu finden, um ihm so die negative Energie zu entziehen bzw. die negative in positive Energie umzuwandeln.

Deine eigenen negativen und blockierenden Glaubenssätze zu erkennen und aufzulösen ist ein unglaublich wichtiger Schritt bei der Preisfindung für dein Kinderyoga-Business. Nur dann bist du in der Lage überhaupt etwas über deinen eigenen Wert herauszufinden, den für dich richtigen und stimmigen Preis zu finden und vorallem ihn auch zu realisieren. Denk darüber hinaus daran, dass das Leben im Fluss ist und sich ständig verändert. Auch du veränderst dich, entwickelst dich weiter, machst neue Erfahrungen, löst alte negative Glaubenssätze auf, fängst dir aber mit Sicherheit auch wieder neue ein, die wiederum aufgelöst werden wollen. Dies hat zur Folge, dass sich mit der Zeit auch deine Preise immer mal wieder verändern werden, da du dir auch neue Ziele stecken wirst.

Vor einiger Zeit habe ich einmal den folgenden Satz gelesen, der sich seitdem in mein Gedächtnis eingebrannt hat:

Wer seinen Preis rechtfertigen kann, darf ihn auch frei bestimmen.

Und nur darum geht es! Löse deine negativen Glaubenssätze auf, beginne zu wachsen, schätze dich selbst richtig ein und leite daraus deinen individuellen Preis ab! Nur wenn du dich mit deinem Preis wohl fühlst, er für dich befriedigend ist, du selbst von ihm zu 100% überzeugt bist, du ihn vor dir selbst rechtfertigen kannst und du dich für ihn öffnest, wirst du diesen Preis in der Realität auch erzielen können. Und hierbei ist ganz egal, was andere denken. Ob sie vielleicht denken, dein Preis ist viel zu hoch oder sie denken, du verkaufst dich unter deinem Wert. Auch ist es völlig egal, was deine Konkurrenz für einen Preis ausgewählt hat. Sich zu vergleichen ist selten eine gute Idee. Konzentriere dich lieber auf dich selbst, auf deinen eigenen Weg, auf deine Wünsche, auf deine positiven Gedanken und auf deinen ganz individuellen Preis. Steuere deine Energie in die Richtung in die du gehen möchtest, denn dann bist du auf dem richtigen Energie-Level. Geld ist Energie und Energie will fließen - auch zu Dir!

 

Energy flows where attention goes!

~ Hawaiianische Weisheit

 

kinderyogalehrerin

 

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Wenn du schon einmal Eltern-Kind-Yoga für die Kleinsten Yogis (Altersgruppe 1 bis 3 Jahre) angeboten hast, dann hast du vielleicht auch schon die Erfahrung gemacht, dass ein solcher Kurs eine echte Herausforderung sein kann. Beim Eltern-Kind-Yoga wird man nicht nur mit den Kinder konfrontiert, sondern auch mit deren Müttern und mit der Kombination aus Mutter und Kind, d.h. du musst nicht nur mit Mutter und Kind als Einzelpersonen umgehen können, sondern auch mit dem Zusammenspiel aus Mutter und Kind.

Wie geht man am besten mit Situationen um, in denen Mütter ununterbrochen auf ihre Kinder einreden doch bitte mitzumachen oder die Mütter anstrengender sind als ihre Kinder? Vielleicht stehst du aktuell genau vor diesen Problemen und weißt nicht, wie du sie lösen sollst. Oder vielleicht bist du bereits an ihnen gescheitert und bietest deshalb gar kein Eltern-Kind-Yoga für diese Altersgruppe mehr an.

Think outside the box

Gerne würde ich dir eine pauschale Antwort auf die oben genannten Fragestellungen geben oder einen Praxis-Tipp, der auf jeden Fall immer funktioniert. Aber ich habe weder eine Antwort noch einen Praxis-Tipp. Dafür möchte ich dir aber einen alternativen Weg vorstellen mit dem du trotzdem diese Altersgruppe mit einem Eltern-Kind-Kurs abdecken kannst. Als Vorbild habe ich mir hier einen klassischen Spielkreis genommen, der sich ja in der Regel an Kinder im Alter von 1-3 Jahren mit Begleitperson richtet. Also genau die Zielgruppe, wie ich sie auch für die Eltern-Kind-Yogastunde haben möchte.

Die optimale Dauer eines Spielkreises liegt für mich bei 90 Minuten. Das hört sich jetzt erst mal unglaublich lange an, ist es aber für diese Kursart nicht. Von den 90 Minuten benötigst du für die Anfangs- und Schlussphase, sowie das Aufbauen und spätere Aufräumen schon mal gute 30 Minuten. Aufbauen und Aufräumen werden in einem Spielkreis immer gemeinsam erledigt. Für das freie Spiel bleibt dann etwa 1 Stunde übrig.

Für die Anfangs- und Schlussphase ist es jetzt ähnlich wie in einer normalen Eltern-Kind-Yogastunde, denn auch ein Spielkreis sollte immer die gleiche Struktur haben, dem gleichen Ablauf folgen und ein Thema haben. In der Anfangsphase des Spielkreises findet die Begrüßung (Anfangsritual) statt. Zudem kann die Anfangsphase mit Bewegungsspielen, Yoga-Übungen und Asana passend zum Thema gestaltet werden. In der Schlussphase wird der Spielkreis mit dem immer gleichen Abschluss-Ritual beendet. Darüber hinaus kannst du in die Abschluss-Phase auch noch einige ruhigere Asana und Yoga-Übungen einfließen lassen. Anfangs- und Schlussphase sollten jeweils maximal 15 Minuten dauern.

Zwischen Anfangs- und Schlussphase schiebst du dann die Phase des freien Spielens ein. Wichtig ist, dass erst nach der Anfangsphase, die Spielsachen gemeinsam aufgebaut werden. Hiermit beginnt die Zeit des freien Spielens. Du denkst jetzt vielleicht, dass du jede Menge hochwertige und teure Spielsachen dafür brauchst. Dies ist aber nicht der Fall! Natürlich ist es schön, wenn man Sachen wie zum Beipsiel ein Pikler Dreieck oder Montessori Materialien zur Verfügung hat, aber das ist definitiv kein Muss. Was das Spielzeug angeht gilt sowieso die Devise: Weniger ist mehr! In einem Spielkreis, den ich mal mit meiner Tochter ausprobiert hatte, habe ich es erlebt, dass die Kinder so viele Spielsachen zur Verfügung hatten, dass sie komplett überfordert waren. Und auch eine liebe Leserin, die mir die Tage noch zu dem Thema geschrieben hatte berichtete, dass sie eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Kaum waren alle Spielsachen weggeräumt, haben die Kinder ganz toll miteinander gespielt.

Also, was die Spielsachen angeht, solltest du es wirklich einfach halten: Eine Kiste mit Holz-Bauklötzen (gibt es immer wieder bei den Discountern günstig), Ziehtiere, bunte Jongliertücher, aber auch selbst gebastelte Sachen wie Fühlsäckchen und Raschelflaschen.

Wichtig in der Phase des freien Spielens ist folgendes: Freies Spielen bedeutet innerhalb bestimmter Rahmenbedingen ohne Vorgaben spielen zu dürfen. Die Kinder wählen ihren Spielort im Raum Selbstständig aus. Sie entscheiden, was und mit wem sie spielen möchten. Im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten bestimmen sie die Spielsache, den Verlauf und die Dauer des Spiels selbst. Vielleicht möchten sie auch einfach gar nichts spielen und nur beobachten!

Die Zeit des freien Spielens ist nicht nur für die Kinder eine wichtige Phase, sondern auch für die Mütter. Die Mütter sollten sich in dieser Zeit zurückziehen. Dabei geht es nicht darum den Raum zu verlassen, sondern sich an den Rand zurückzuziehen, zu beobachten und durchzuatmen. Hier ist man dann auch in seiner Rolle als Kinderyogalehrerin / Spielkreisleiterin gefragt, denn Ziel ist es natürlich eine harmonische Gruppe von Mütter zu haben. In einem Spielkreis ist es wie in anderen Eltern-Kind-Kursen: Die Mütter müssen miteinander harmonieren! Nur dann funktioniert es langfristig, alle sind regelmäßig dabei und freuen sich über nachfolgende Kurs-Angebote, die die Gruppe nicht auseinanderreisen.

Manchmal hat man Glück und hat Mütter, die von ihren Persönlichkeiten sowieso schon gut zusammenpassen. Hat man Mütter mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten, ist das dann eine nicht ganz einfache Aufgabe. Auch muß man damit rechnen, dass Mütter wieder den Spielkreis verlassen, weil es einfach insgesamt nicht passt. Dies ist aber ein ganz normaler Prozess, der Zeit, Geduld und Ausdauer erfordert! Im Verlauf des Spielkreises können sich im Optimalfall dann sowohl bei den Müttern wie auch bei den Kindern wirkliche Freundschaften entwickeln, die auch noch Bestand haben, wenn die Kinder schon lange dem Spielkreis entwachsen sind.

Ein Spielkreis kann nicht nur eine schöne und interessante Ergänzung zu deinem Kinderyoga-Kursprogramm sein, sondern er bietet dir zudem die Möglichkeit wunderbar Kontakte knüpfen, was für das eigene Yoga-Business immer wichtig ist!

 

Spielen ist die Arbeit eines Kindes.
~ Maria Montessori

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