Wie du einen Yoga-Parcours für Kinder aufbaust

Vielleicht hast du auch schon einmal von einem Yoga-Parcours oder Yoga-Zirkel für die Kinderyogastunde gehört. Einen Yoga-Parcours in der Kinderyogastunde aufzubauen ist eine tolle Sache, da man ihn vielseitig gestalten kann, er Abwechslung bringt und die Kinder ihn Lieben. Die einzige Voraussetzung für einen Yoga-Parcours ist, dass du einen einigermaßen großen Raum brauchst, da der Aufbau doch Platz erfordert.

Der Yoga-Parcours in seiner Grundvariante

Für einen Yoga-Parcours in der Grundvariante brauchst du lediglich einige Yogamatten, ein paar Yoga-Blöcke und Yoga-Karten oder Bilder zur Kennzeichnung.

Die Yogamatten sind die einzelnen Stationen des Yoga-Parcours, die du einfach der Länge nach mit Abstand zueinander zum Beispiel kreisförmig im Raum auslegst. Die Anzahl der Stationen ist zum einen abhängig von der Raumgröße und zum anderen von der Anzahl der Kinder. Grundsätzlich gilt, dass du immer 2-3 Stationen mehr einrichten solltest als du Kinder in der Yogagruppe hast. Die Kinder sind nicht alle gleich schnell bei den einzelnen Stationen und mit ein paar mehr Stationen vermeidest du Staus im Parcours. Hast du einen großen Raum zur Verfügung, kannst du natürlich auch einen viel größeren Yoga-Parcours aufbauen.

Jeder Yogamatte ordnest du dann eine Asana oder Yoga-Übung zu. Hierzu legst du eine Yoga-Karte mit der abgebildeten Asana auf die entsprechende Yogamatte. Falls du keine Yoga-Karten hast, kannst du alternativ auch einfach Bilder für Asana aus dem Internet ausdrucken wie zum Beispiel ein Hund für die Asana Adho Mukha Svanasana oder ein Baum für die Asana Vrksasana usw.

kinderyoga parcours

 

Jetzt musst du dir noch etwas für die Übergänge zwischen den Matten überlegen, d.h. wie die Kinder von einer Matte zur anderen kommen sollen, denn einfach rüber gehen ist ja langweilig. Du kannst hier beispielsweise mit Yogablöcken arbeiten. Dazu legst du je nach Abstand zwischen den Yogamatten 3 bis 4 Yogablöcke etwas versetzt zwischen die Yogamatten. Um von einer Yogamatte zur anderen zu gelangen, müssen die Kinder dann über die Yogablöcke balancieren und üben so gleichzeitig ihren Gleichgewichtssinn. Aber es gibt viele weitere Möglichkeiten spielerisch und mit viel Spaß von einer zu anderen Yogamatte zu gelangen.

  • Auf einem Bein hüpfen
  • Auf einer Schnur entlang balancieren
  • Krabbengang
  • Rückwärtsgehen
  • Seitlich gehen
  • Auf den Zehenspitzen gehen
  • Auf den Fersen gehen
  • Wie ein Frosch hüpfen

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Themenbezogene Yoga-Parcours

Ein Yoga-Parcours ist so vielseitig, dass du ihn auch zu einem bestimmten Thema oder als Partner-Parcours gestalten kannst. Gerade ein Partner – Parcours ist besonders beliebt bei den Kindern. Hierzu baust du wie beschrieben einen Parcours auf. Den einzelnen Stationen ordnest du entsprechende Partner-Übungen und Partner-Asana zu. Und auch die Übergänge zwischen den einzelnen Stationen kannst du entsprechend gestalten. So kannst du beispielsweise jedem Übergang zwischen zwei Stationen ein Körperteil zuordnen und jedes Pärchen erhält einen Luftballon. Um von einer Station zur nächsten zu gelangen, müssen die Partner ihren Luftballon zwischen das genannte Körperteil klemmen und so von einer Station zur nächsten gehen ohne den Luftballon herunterfallen zu lassen.

Darüber hinaus eignet sich ein Yoga - Parcours auch ganz wunderbar zu den Jahreszeiten und dem Jahreskreislauf. Für die Jahreszeiten baue ich den Yoga-Parcours kreisförmig auf ohne Start- und Ende-Punkt, was den fortwährenden Kreislauf der Jahreszeiten symbolisieren soll. Für jede Jahreszeit gestalte ich dann 3 bis 4 Stationen. So können sich die Kinder durch den Kreislauf der Jahreszeiten bewegen.

Aber auch zum Jahresende nutze ich den Yoga-Parcours gerne, um mit den Kindern noch einmal das fast vergangene Jahr zu durchlaufen. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten zur Gestaltung der einzelnen Stationen, wobei es im Jahreskreislauf 12 Stationen gibt, die für die 12 Monate des Jahres stehen. Du kannst hier auch gemeinsam mit den Kindern die einzelnen Stationen gestalten. Überlegt einfach gemeinsam, was in den vergangenen 12 Monaten besonders war und wie das durch Asana oder Yoga-Übungen ausgedrückt werden kann.

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