Yoga für die Augen.

Yoga für die Augen? Ja richtig, denn auch die Augen bestehen aus Muskeln und können sich genauso wie Schulter- oder Rückenmuskeln ganz leicht unter Stress verspannen. Es gibt innere und äußere Augenmuskeln. Sie haben die Aufgabe die Augäpfel synchron zu bewegen, auf ein Blickziel zu fokussieren oder für den Nah- und Fernbereich entsprechen einzustellen.

Die Augenmuskeln verspannen sich immer dann, wenn wir uns zu vielen Reizen aussetzen, die verarbeitet werden müssen. Auch bei Kindern können sich die Augenmuskeln schon verspannen, wenn zum Beispiel bei Computer-Spielen viele Reize verarbeitet werden müssen. Aber auch ein langer Schultag bei dem die Kinder viel von der Tafel ablesen müssen oder das ständige starren auf das Handy, lässt die Augenmuskeln verspannen. Darüber hinaus kann auch eine schlechte Körperhaltung zum Beispiel mit einem runden Rücken die Augenmuskeln negativ beeinflussen. Sind die Augenmuskeln verspannt können Kopfschmerzen aber auch Sehstörungen entstehen. Zudem stehen die Augen in enger Verbindung mit Nacken und Schultern. Wenn der Nacken verspannt ist, sind auch die Augenmuskeln verspannt und umgekehrt.

Yoga-Übungen für die Augen.

Es gibt zahlreiche Übungen für die Augen, aber nach meiner Erfahrung lassen sich die folgenden Übungen am besten in eine Yogastunde mit Kinder oder Jugendlichen integrieren: 

Augenberuhigungsübung (Palming): Die Handflächen kräftig aneinander reiben bis sie heiß werden. Dann die gewölbten Handflächen über die Augenlider legen und die Wärme spüren. Die Übung so mindestens 3 Mal wiederholen.

Seitwärts blicken: Die Arme in Schulterhöhe seitlich ausstrecken. Die Daumen sind nach oben gerichtet und die übrigen Finger eingerollt. Die Arme seitlich so ausrichten, dass sie im äußersten Blickfeld der Augen sind ohne den Kopf bewegen zu müssen. Nun die Augen zuerst auf den linken Daumen richten, dann auf den rechten Daumen. Kopf und Wirbelsäule bleiben während der ganzen Übung aufgerichtet und bewegungslos. Die Übung so 10 bis 15 Mal wiederholen. Danach zur Entspannung die Augen schließen.

Nach oben und unten blicken: Die linke Hand auf das linke Knie legen. Der Daumen zeigt nach oben. Den rechten Arm in Schulterhöhe seitlich ausstrecken. Auch der rechte Daumen zeigt nach oben. Ohne den Kopf zu bewegen zuerst den Blick auf den linken Daumen richten, dann auf den rechten Daumen. Dies 10 bis 15 Mal so wiederholen. Danach zur Entspannung die Augen schließen. Dann die Seite wechseln.

Augen Push-ups: Stell dir vor deinen Augen eine Linie in deiner Lieblingsfarbe vor. Lasse mit der Einatmung den Blick entlang der gedachten Linie nach oben gleiten und mit dem ausatmen nach unten. Wiederhole die Übung 10 Mal und schließe dann die Augen zur Entspannung. Wiederhole dann die Übung mit einer gedachten Linie von links nach rechts.

Die Uhr: Stelle dir vor deinem geistigen Auge eine Uhr vor. Blicke zuerst auf 12 Uhr, dann auf 3 Uhr, blicke auf 6 Uhr und zum Schluss auf 9 Uhr. Wiederhole die Übung dann entgegen des Uhrzeigersinns.

Das Dritte Auge: Eine weitere Möglichkeit die Augenmuskulatur zu entspannen, ist es den Blick entspannt auf das dritte Auge zu richten, also nach oben hin zur Stirnmitte. Die Augen sind dabei entweder halb geöffnet oder geschlossen. Alternativ kann der Blick auch auf die Nasespitze gerichtet werden.

Massage der Augenpartie.

Gerade bei Kindern sind Massagen in der Yogastunde in der Regel sehr beliebt. Dies kann man sich auch bei diesem Thema zu Nutze machen. Bei dieser Selbstmassage werden die Muskeln um die Augenpartie herum sanft geklopft. Das ist auch schon für kleinere Kinder eine tolle und machbare Übung. Besondere Punkte sind hierbei die Nasenwurzel und der Bereich entlang der Augenbrauen. Die Kinder können hier auch selbst ganz frei ausprobieren, was ihnen gut tut bzw. an welchen Stellen im Bereich der Augenpartie, das Klopfen besonders angenehm ist.

augen yoga

Bilderquelle: © Robert Kneschke 59015293 Adobe Stock (vormals Fotolia)