Fußball, die Weltmeisterschaft und Kinderyoga

Vielleicht hast du auch schon einmal eine Kinderyoga-Gruppe nur mit Jungen gehabt und warst verzweifelt auf der Suche nach einem passenden Thema für die Stunde? Oder es ist mal wieder wie in diesem Jahr in dem die Fußball-WM vor der Tür steht und sich bei den Kindern alles nur noch um Fußball dreht? Auf den ersten Blick sind das schwierige Umstände für die Kinderyogastunde, aber wie so oft liegt die Lösung relativ nah. In beiden Fällen wird das Thema "Fußball" für dich in der Kinderyogastunde der Schlüssel zum Erfolg sein.

 

Was Fußball mit Yoga zu tun hat

Bevor du an die Unterrichtsplanung für das Themas "Fußball" in der Kinderyogastunde gehst, ist es wichtig, dass du dir erst einmal darüber Gedanken machst, worum es um Fußball geht, was einen guten Fußballer und eine gute Mannschaft überhaupt ausmacht und was am Ende wirklich über Sieg oder Niederlage entscheidet. Hierzu ein paar Gedanken:

Um ein guter Fußball-Spieler zu sein ist es nicht ausreichend eine top Kondition und ein gutes Ballgefühl zu haben. Ein wirklich guter Fußballer ist während eines Spiels extrem konzentriert, aufmerksam, kann gut mit stressigen Situationen umgehen, denkt immer positiv auch wenn der Gegner stärker ist oder das Spiel zu gewinnen aussichtslos. Zudem profitieren Fußballer nicht nur von einem guten Ballgefühl, sondern auch das eigene Körpergefühl spielt eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sind der Zusammenhalt der Mannschaft und der Umgang mit stressigen Situationen oft genau die Faktoren, die am Ende über Sieg oder Niederlage in einem Spiel entscheiden. Genau diese Punkte sind auch ein schöner Einstieg, um zu Beginn der Yogastunde mit den Kindern das Thema zu besprechen!

  • Was macht einen guten Fußballer aus?
  • Warum ist die gesamte Mannschaft im Fußball so wichtig?
  • Was ist Teamgeist?
  • Müssen Fußballer auch mit Stress umgehen können?
  • Wenn sich zwei gleich starke Mannschaften gegenüber stehen, was entscheidet am Ende über Sieg oder Niederlage einer Mannschaft?

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Fußball in der Kinderyogastunde

Mit Yoga lernt ein Fußball-Spieler nicht aus welchem Winkel er am besten den Ball ins Tor schießt, aber mit Asana trainiert und stärkt er das eigene Körpergefühl. Meditations- und Achtsamkeitsübungen steigern seine Konzentrationsfähigkeit. Durch Affirmationen und Visualisierungsübungen lernt er positives Denken und Motivation; Entspannungsübungen helfen ihm dabei auch in stressigen Situationen auf dem Platz den Überblick zu behalten.

Genau mit diesen Schwerpunkten habe ich auch mein eigenes Stundenbild zu diesem Thema, "Yoga für Fußball-Jungs" mit dem ich schon seit längerem arbeite, aufgebaut. Zu Beginn der Yogastunde bespreche ich mit den Kindern, wie ich oben beschrieben habe, das Thema und unterstütze sie dabei mehr über Fußball in diesem Zusammenhang herauszufinden. Danach folgen aktive Aufwärm-Übungen, denn jeder Fußballer muss sich erst mal ordentlich aufwärmen. Im Hauptteil der Yogastunde stehen dann die Asana, Übungen und Spielen zu den Kernthemen, die ich herausgearbeitet habe, im Mittelpunkt.

  • Gruppenspiele, um den Teamgeist und das Wir-Gefühl der Mannschaft zu stärken.
  • Asana, Yoga- und Atem-Übungen um das eigene Körpergefühl zu verbessern und zu stärken, aber auch um die Ausdauer zu verbessern.

Zum Abschluss der Yogastunde folgen dann noch Meditations- und Achtsamkeitsübungen für Konzentration und einen klaren Blick auch in stressigen Situationen, sowie die Entspannungsphase in Shavasana in der wir schon mal den Sieg beim nächsten Spiel visualisieren. So kann dann auch die Fußball-WM für uns losgehen!

Yoga-Übung "Torwart-Training"

Die Yoga-Übung "Torwart-Training" ist eine tolle aktive Übung für die Kinderyogastunde! Beim Torwart-Training wird der Torwart oft mit einem Ball nach dem anderen beschossen und springt dabei wild in seinem Tor hin und her, um die Bälle draußen zu halten. Genau das, kannst du auch in der Kinderyogastunde mit verschiedenen Yoga-Übungen umsetzten. Den Ball rechts und links abfangen, geht mit stehenden Seitbeugen. Den Ball über dem Kopf abfangen, seitlich und auch unten, geht mit den klassischen Yoga-Übungen "Mondblume" und "Sonnenblume".

Komm für die Mondblume ins Stehen und öffne die Beine weit. Die Füße sind leicht nach außen gedreht. Die Arme nach oben strecken, dabei zeigen die Handflächen nach vorne. Mit dem Ausatmen die Knie über die Fußgelenke bringen und die Arme in Schulterhöhe öffnen, dabei zeigen die Handflächen nach vorne. Mit dem Einatmen zurück in die Ausgangsposition kommen und die Wirbelsäule lang Strecken. Die Übung so für 1-3 Minuten wiederholen.

Für die Sonnenblume kommst du in die gleiche Ausgangsposition wie bei der Mondblume. Mit dem Ausatmen die Knie über die Fußgelenke bringen, den Oberkörper aus der Hüfte heraus nach vorne beugen und die Arme unten einmal überkreuzen. Mit dem Einatmen zurück in die Ausgangsposition kommen und die Wirbelsäule lang Strecken.

Viel Spaß bringt es die beiden Übungen Sonnenblume und Mondblume im Wechsel zu Üben.

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Bilderquelle: © Dmitry Lobanov 194346672 Fotolia.com

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