Yoga mit Jugendlichen zur Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende

Eine Sonnenwende findet zweimal im Jahr statt; am 31. Juni und am 22. Dezember. Sonnenwende, im lateinischen "solstitium", bedeutet "Stillstand der Sonne". Der Tag der Sommersonnenwende am 21. Juni ist der längste Tag des Jahres und dementsprechend der mit der kürzesten Nacht. An diesem Tag hat die Sonne ihren höchsten Stand erreicht; danach werden die Tage wieder kürzer. Die Sommersonnenwende bildet das Pendant zur Wintersonnenwende im Dezember. Die beiden Sonnenwenden gliedern das Jahr grob in eine Hälfte des Lichtes und eine Hälfte der Dunkelheit. Mit der Sommersonnenwende, die jährlich am 21. Juni stattfindet, verlassen wir die erste Jahreshälfte und treten in die zweite Hälfte des Jahres ein. Energetisch gesehen ist die Sommersonnenwende eine Zeit der Yang Energie und der unteren 3 Chakren (Wurzelchakra, Sakralchakra und Solar Plexus Chakra).

 

Die Bedeutung des Feuers

Das Fest zur Sommersonnenwende wird auch Mittsommer genannt. Es ist ein Fest der Sonne, des Lichtes, des Feuers und der Lebensfreude. Es werden große Mittsommerfeuer oder auch Sonnenwendfeuer entfacht. Die Sonnenwendfeuer symbolisieren die Kraft der Sonne. Zudem werden dem Licht, der Wärme und der Kraft des Feuers reinigende und göttliche Eigenschaften zugesprochen. Die Menschen Umtanzen und Überspringen in dieser besonderen Nacht das Feuer und rollen Feuerräder Berge und Hügel hinab. Diese Rituale sollen den Menschen Glück bringen und sie vor Unheil und Krankheit schützen. Aber die Sonnenwendfeuer sollen auch Dämonen, Geister und böse Kräfte vertreiben.

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Yoga mit Jugendlichen zur Sommersonnenwende

Während der Sommersonnenwende verbreitet die Natur ihre ganz eigene Stimmung, die sich auch in uns selbst widerspiegelt. Die erste Jahreshälfte, die Hälfte des Lichtes ist vorbei und wir treten im Jahreskreislauf in die zweite Jahreshälfte, die Hälfte der Dunkelheit, ein. Die Sonne und die Natur haben ihren Höhepunkt überschritten. Die Tage werden wieder kürzer. Zeit um ganz bewusst in sich selbst hineinzuspüren!

Es gibt viele Möglichkeiten eine Yogastunde für Jugendliche zur Sommersonnenwende zu gestalten. Einige inspirierende Anregungen habe ich hier für dich zusammengestellt:

  • Vergebung, Loslassen, Dankbarkeit und Wünsche
    Das Fest der Sommersonnenwende markiert einen Wendepunkt in unserem Jahreskreislauf. Es bietet uns die Möglichkeit mit der Vergangenheit unseren Frieden zu schließen, mit Freude der Zukunft entgegen zu blicken und unsere Wünsche zu formulieren. Zudem erinnert es uns daran Dankbar für die Gaben des Sommers und die Erfahrungen der ersten Jahreshälfte zu sein. Vergebung, Loslassen, Dankbarkeit und Wünsche lassen sich wunderbar im Rahmen von Ritualen, Journaling-Übungen und Meditationen in die Yogastunde integrieren.
  • Gestalte einen Sonnenaltar
    Gemeinsam mit den Jugendlichen kannst du für die Yogastunde einen Sonnenaltar in der Raummitte gestalten.  Hierfür eignen zum Beispiel verschiedene Blumenarten, die du oder die Jugendlichen auf einer Wiese gepflückt haben oder Symbole, die die 4 Elemente (Feuer, Wasser, Erde und Luft) würdigen, die die Natur zum Blühen bringen. Steine, Äste, Blüten und Kräuter eignen sich zum Schmücken oder um ein Mandala zu legen. Schmückt den Altar mit allem, was euch zum Thema Sonne, Licht und Feuer einfällt und was ihr damit in Verbindung bringt!
  • Asana und Pranayama
    In einer Yogastunde zur Sommersonnenwende, darf der Sonnengruß natürlich nicht fehlen. Darüber hinaus eignen sich Asana, die das innere Feuer (Tapas) entfachen und so eine reinigende Wirkung haben. Als Atem-Übungen solltest du den Fokus auf diejenigen legen, die die Ausatmung betonen, um den Aspekt des Loslassen mit einzubeziehen.
  • Meditation
    Da das Feuer eine zentrale Rolle bei der Sommersonnenwende spielt, ist die Kerzenmeditation ein weiteres passendes Element für die Yogastunde zur Sommersonnenwende.

In meinem Workshop-Konzept „Yoga zur Sommersonnenwende“, dass sich an Jugendliche ab 12 Jahren richtet, habe ich diese Punkte auch aufgegriffen. In den Mittelpunkt meines Konzeptes habe ich verschiedene Rituale zur Sommersonnenwende gestellt. So wird gemeinsam ein Sonnenaltar für die Yogastunde gestaltet, es gibt Rituale zu Vergebung, Dankbarkeit und Wünschen und es werden Feueropfer gebastelt. Ergänzt werden die besonderen Rituale zur Sommersonnenwende mit passenden Yoga-Übungen, Vinyasa-Sequenzen, Atemübungen, Visualisierungsübungen, einer Kerzenmeditation und natürlich dem Sonnengruß.

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Bilderquelle: © Microgen 102212220 Fotolia.com

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