6 gute Gründe für Kinderyoga.

In unserer heutigen Zeit stehen Kinder viel zu früh bereits unter Stress. Faktoren wie Druck in der Schule, endlose Aktivitäten in der Freizeit, Sport bei dem der Wettkampfgedanke im Vordergrund steht, beschäftigte Eltern, Reizüberflutungen, Konkurrenzdruck und Sorgen können zu Ängsten, Aggressionen, Verkrampfungen, Verspannungen und Nervosität bei Kindern beitragen.

Gerade in diesem Zusammenhang erinnere an ein Gespräch mit einer Mutter, das mir noch so lebhaft im Gedächtnis ist, als hätte erst gestern stattgefunden. Das Kind war besuchte schon lange Zeit meinen Yogakurs im Kindergarten. Das Kind kam dann in die Schule, kam aber trotzdem weiterhin gerne zur Yogastunde. Nachdem die ersten Monate in der Schule vergangen waren, kam die Mutter nach dem Unterricht und teilte mir mit, dass ihr Kind nicht mehr zum Yogakurs kommen könnte. Begründung war, dass die Schule und die Hausaufgaben schon sehr stressig wären und da wären ja auch noch diverse Beschäftigungen am Nachmittag wie Tanzen, Schwimmunterricht und die Musikstunde. Das Kind wäre im Moment mit allem überfordert und gestresst. Gut, das Problem konnte ich durchaus erkennen und verstehen. Am interessantesten fand ich dann aber, dass der Kinderyogakurs bei der ganzen Problematik als erstes gestrichen wurde.

Leider wird Kinderyoga auch heute noch oft belächelt, als unnötig betrachtet und seine Wirkung wird völlig unterschätzt. Aber gerade Kinder sind besonders zugänglich für die Inhalte, Übungen und den Effekt der Yoga-Praxis, denn vieles davon ist ganz natürlich für sie. In der Kinderyogapraxis wird der Bewegungsdrang der Kinder aufgegriffen, aber auch der Gegenpol von Ruhe und Entspannung. Die Kinder lernen auf spielerische Art und Weise und mit viel Fantasie altersgerechte Asana, die sie zum Teil als Baby schon ganz natürlich geübt haben. Dehnen, strecken, recken, laute und leise Geräusche machen, hüpfen, toben, lachen, träumen, ruhen, lauschen, Geschichten hören oder selbst erzählen, singen und der Fantasie einfach freien Lauf lassen. Mit Entspannungsübungen wird zur aktiven Phase der Kinderyogastunde ein Gegenpol geschaffen und die Achtsamkeit im Hier und Jetzt zu sein, ist für Kinder ein ganz natürlicher Zustand.

Kinderyoga schafft so einen Ausgleich zu dem schnelllebigen und leistungsorientierten Alltag. Die Wirkungen von Yoga auf Kinder sind vielschichtig und ausnahmslos positiv und zudem mittlerweile auch umfassend wissenschaftlich belegt.

  1. Fördert die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung
  2. Verbessert die Koordinationsfähigkeit und Körperhaltung, sowie die Konzentrationsfähigkeit
  3. Selbstbewußtsein und Selbstvertrauen werden gestärkt; ebenso Körpergefühl und Körperwahrnehmung
  4. Vermindert Unruhe, Stress und Aggressionspotenziale
  5. Fördert soziales Verhalten und Gemeinschaftssinn
  6. Fördert Kreativität, Vorstellungsvermögen und Intuition

Bilderquelle: © Natalia Chircova 108209882 Adobe Stock (vormals Fotolia)