Leserfrage: Sollte ich Geschwisterrabatte in Kinderyogakursen anbieten?

Sollte ich Geschwisterrabatte in Kinderyogakursen anbieten? Das ist für mich eine Frage, die sich nicht grundsätzlich mit Ja oder Nein beantworten lässt. Ich persönlich habe bisher nie Geschwisterrabatte in meinen Kinderyogakursen angeboten und wurde auch noch nie nach einem solchen Rabatt gefragt, obwohl ich gerade in der Altersgruppe von 3 bis 6 Jahren immer schon viele Geschwisterkinder in den Kursen hatte. Aber welche Gründe sprechen für einen solchen Geschwisterrabatt und welche dagegen?

Ein Rabatt, in welcher Form auch immer, ist ja nichts anderes als ein Marketinginstrument um einen Kaufanreiz zu schaffen und so neue Umsätze zu generieren. Gerade wenn Kinderyogakurse nicht voll ausgelastet sind, sind Rabatte durchaus ein Marketing-Instrument, um Neukunden zu gewinnen. Bei einem Geschwisterrabatt geht es ja ebenfalls darum, weitere Kinder als Neukunden zu gewinnen; und wenn ein Geschwisterkind bereits den Yogakurs besucht, ist es natürlich naheliegend mit einem solchen Rabatt auch die Geschwister für den Yogakurs zu gewinnen.

Falls mit dem Gedanken spielst einen Geschwisterrabatt anzubieten, solltest du dir aber vorher ganz genau die Spielregeln für einen solchen Rabatt überlegen und auch die Kalkulation deiner Kursgebühr noch einmal kritisch betrachten.

Einen Geschwisterrabatt kannst du zwischen 15% und 25% festlegen oder natürlich durch einen festen Euro-Betrag gewähren. Weiterhin musst du klar formulieren, welche Voraussetzungen für den Rabatt vorliegen müssen, so zum Beispiel:

  • Müssen die Geschwister den gleichen Yogakurs besuchen oder können sie auch in unterschiedlichen Kursen sein?
  • Müssen die Geschwister zeitgleich angemeldet sein?
  • Bietest du eine Staffelung an (1 Geschwisterkind, 2 oder 3 Geschwisterkinder usw.)?
  • Ein Geschwisterkind meldet sich vom Yogakurs ab und das andere bleibt. Fällt dann der Geschwisterrabatt weg?

Nachdem du diese Fragen beantwortet hast, musst du dir auf jeden Fall noch die Kalkulation deiner Kursgebühr anschauen und verschiedene Szenarien unter Berücksichtigung des Geschwisterrabattes durchrechnen. Nur so kannst du feststellen, ob deine Kursgebühr die Gewährung eines Geschwisterrabattes überhaupt hergibt oder am Ende dafür vielleicht zu knapp kalkuliert ist. Natürlich kannst nicht in die Zukunft schauen, um zu wissen, wie oft der Geschwisterrabatt in Anspruch genommen wird. Hier würde ich einfach mit der Vergangenheit arbeiten und mir überlegen, wie viele Geschwisterkinder ich bisher so im Durchschnitt in den Yogakursen hatte.

Bist du nun zu dem Ergebnis gekommen, dass du künftig einen Geschwisterrabatt anbieten möchtest, dann solltest du auf jeden Fall deine Voraussetzungen zur Gewährung eines Geschwisterrabattes einfach und klar formulieren und in deine Geschäftsbedingungen aufnehmen.

Kinderyogastunde Probleme

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