Prüfungen und Testsituationen können für Kinder extremen Stress bedeuteten auch wenn eine gewisse Nervosität in solchen Situationen durchaus normal ist. Psychologische Untersuchungen haben festgestellt, dass immer mehr Kinder im Alter von 9 bis 17 Jahren Ängste in Prüfungen und Testsituationen entwickeln und oft beginnt es schon mit ersten Ängsten in der Grundschule. Im weiteren schulischen Verlauf kann sich diese Angst immer weiter steigern. Die Ursachen für eine Prüfungsangst bei Kindern können vielfältig sein:

  • Mangelndes Selbstbewusstsein
  • Falsche Lernstrategien
  • Hohe Erwartungen von den Eltern
  • Überforderung
  • Persönlichkeit und Unterrichtsstil des Lehrers
  • Misserfolgserwartungen
  • Angst vor den Folgen einer schlechten Note

Genauso wie die Ursachen können auch die Symptome der Prüfungsangst bei Kindern vielfältig sein. Sie zeigen sich auf den folgenden 3 Ebenen:

  • Körperliche Ebene: Die Prüfungsangst kann sich bei Kindern durch Symptome wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Magenschmerzen, Übelkeit oder Schwindel zeigen. Auch Kopfschmerzen, Migräne oder Schlafstörungen deuten auf Ängste hin.
  • Gedankenebene: Prüfungsangst bedeutet für diese Kinder immer auch die Angst vor dem persönlichen Versagen. Sie haben eine negative Einstellung zu sich selbst und zur ihrer Umwelt. Sie haben kein realistisches Selbstbild und bewerten sich in ihrem Umfeld als unzureichend. Durch diesen Teufelskreis kann sich die Angst immer weiter verstärken.
  • Verhaltensebene: Die Angst besteht nicht nur in der eigentlichen Situation der Prüfung, sondern beherrscht auch den Alltag. Kinder lernen häufig ohne Unterbrechung, um sich bestmöglich auf die Prüfung vorzubereiten. Bei anderen ist richtiges Lernen aufgrund von körperlicher und geistiger Anspannung kaum möglich.

Umso wichtiger ist es Kindern frühzeitig Hilfsmittel und Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie diese Belastungsphasen besser meistern können. Als Kinderyogalehrerin kann man hier spezielle Kurse wie zum Beispiel „Mit Yoga gegen die Prüfungsangst“ für Kinder anbieten. Die Kursstunden sollten mit folgenden Inhalten gestaltet werden von den Kinder mit Prüfungsangst bei regelmäßigem Üben am meisten profitieren können:

  • Entspannungsübungen wie z.B. Yoga Nidra
  • Konzentrationsübungen, um die eigene Konzentration besser kennen zulernen und gezielt zu fördern.
  • Visualisierungsübungen: Wenn wir nervös sind erzeugen wir negative Bilder in unserem Kopf. Dem kann man entgegenwirken indem man übt positive mentale Bilder in Stress- und Angstsituationen entstehen zu lassen.
  • Affirmationen: Kinder und Jugendliche mit Prüfungsangst leiden in den meisten Fällen unter einem schlecht ausgebildeten Selbstbewusstsein. Mit Affirmationen kann das Selbstbewusstsein gesteigert werden.
  • Übungen zur Entspannung von Nacken, Schultern und Rücken: Kurze Entspannungssequenzen für Nacken, Schultern und Rücken, die beim Sitzen und Schreiben besonders beansprucht werden, ergänzen die Yogastunde sinnvoll.

Im Download-Shop findet ihr das Kurskonzept "Voll konzentriert - Balance üben & Konzentration fördern" für Jugendliche ab 10 Jahren. In dem Konzept geht es darum mit Hilfe von unterschiedlichen Gleichgewichtshaltungen, die im Fokus der einzelnen Stundenbilder stehen die eigene Konzentration besser kennen zulernen und gezielt zu fördern.

 

Bilderquelle: © Tatyana Gladskih 118202320 Fotolia.com

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