Inspiration für die Kinderyogastunde gesucht?

Gerade im Kinderyoga ist Inspiration und Kreativität für die Stundengestaltung unerlässlich. Aber auch du kennst mit Sicherheit die Momente in denen einfach nichts da ist. Du möchtest die nächsten Kinderyogastunden vorbereiten, hast aber nicht eine einzige Idee, null Inspiration und das leere Blatt vor dir will sich einfach nicht füllen. Du fühlst dich blockiert, frustriert und der Zeitdruck tut sein übriges dazu. Bei anderen sieht es oftmals so einfach aus. Sie scheinen ständig neue Ideen zu haben, sprudeln über vor Kreativität und die Stundengestaltung erledigen sie im Schlaf. Solch eine unkreative Phase kann wirklich frustrierend sein, ist aber auch völlig normal.

Wichtig in einer solchen Phase ist es sie anzunehmen und möglichst schnell zu unterbrechen. Wie immer gibt es so viele unterschiedliche Wege dies zu tun und für jede von uns funktioniert ein andere Weg. Für viele Menschen ist das beste und naheliegendste Rezept einfach mal was ganz anderes zu machen. Den Notizblock weglegen, Sport machen, zur Yogastunde gehen, sich mit Freunden treffen, die Sonne genießen, einfach mal abschalten. Aber es gibt auch noch andere Wege zurück in die Kreativität:

  • Die größte Inspiration hast du in der Regel jede Woche vor deiner Nase sitzen; nämlich die Kinder und Jugendlichen in deinen Yogakursen. Da sind vielleicht Rückenschmerzen vom langen Sitzen in der Schule, Angst vor der nächsten Klassenarbeit, die Vorfreude auf das nächste Fußballspiel am Wochenende oder der Krach mit der besten Freundin. Allein dies liefert schon Stoff für die Gestaltung mehrerer Yogastunden und darüber hinaus fühlen sich die Kinder und Jugendlichen miteinbezogen und ernst genommen.
  • Tausch dich mit anderen Kinderyogalehrerinnen aus. Das kann nicht nur inspirierend, sondern auch motivierend sein!
  • Lies ein Buch zum Thema! Du musst dir nicht unbedingt ein neues Buch kaufen, es kann auch eines sein, dass du schon einmal gelesen hast. Liest man ein Buch ein zweites Mal entdeckt man oft Neues oder sieht die Dinge plötzlich mit anderen Augen.
  • Medien- und Social Media Diät! Das hört sich jetzt erst mal widersprüchlich an, denn wenn wir nach Ideen suchen, gehen wir doch alle zuerst einmal im Internet auf die Suche. Meine persönliche Erfahrung ist hier, dass mich all die Informationen im Internet mittlerweile mehr blockieren als mich zu inspirieren. Zudem kann es unglaublich zeitraubend sein und frustriert einen umso mehr, wenn man am Ende doch keine Ideen gefunden hat.
  • Hast du schon mal etwas von James Altucher, seinem Konzept der "Idea Machine" und dem trainieren des Ideen-Muskels gehört? James Altucher sagt, du sollst dir jeden Tag 10 Ideen notieren. Warum ausgerechnet 10? Nach James Altucher fällt es uns leicht 4 oder 5 Ideen aufzuschreiben. Bei der 6. Idee wird es dann schon schwieriger. Wir müssen echt gut überlegen und unser Gehirn anstrengen. An diesem Punkt wird auch unserer Ideen-Muskel trainiert. Also schreib unbedingt 10 Ideen auf! Und stell dir einmal vor du ziehst das 1 Jahr lang so durch und schreibst jeden Tag 10 Ideen auf. Überleg einmal, wie viele Ideen du so nach einem Jahr zusammen hast; wenn das mal nicht motivierend klingt!
  • Versuch es mal mit Journaling. Bei dem Begriff Journaling denken die meisten direkt an Tagebuchschreiben aus der Teenagerzeit. Aber das ist es nicht wirklich. Journaling kommt aus den USA und wird dort schon seit den 70er Jahren als Selbsthilfetool im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung genutzt. Der entscheidende Unterschied zwischen Tagebuchschreiben und Journaling sind die Fragen beim Journaling, denen eine besondere Bedeutung zukommt. Diese Fragen können unabhängig voneinander sein oder aufeinander aufbauen.  Das entscheidende ist aber, dass Fragen einen inneren Reflexionsprozess zu einem bestimmten Thema anstoßen, sie sind ein Türöffner, lenken die Gedanken in eine bestimmte Richtung, leiten dich und helfen zu Fokussieren. Journaling-Fragen können zum Beispiel sein:
    • Was will ich?
    • Was will ich tun?
    • Wie kann ich konsequenter in meinem Tun werden?
    • Warum habe ich nicht … ?
    • Was muss ich tun, um xyz zu erreichen?
    • ...

Finde heraus, welcher Weg für dich der Richtige raus aus einer unkreativen Phase ist. Manchmal macht es auch die Mischung aus verschiedenen Wegen.

Don’t wait for your feelings to change to take the action.
Take the action and your feelings will change.

~ Barbara Baron

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