Die magischen Jahre – Kinderyoga im Reich der Fantasie.

Kinder erleben zwischen ihrem 3. und 5. Lebensjahr eine Entwicklungsphase, die man auch als die „Magischen Jahre“ bezeichnet. Gerade während dieser Phase bevorzugen sie Fiktions- und Fantasiespiele. Während der magischen Phase glauben Kinder wirklich das, was sie erzählen. Geht man als Erwachsener rational an die Fantasie der Kinder heran, stellt man damit die Zusammenhänge, die die Kinder geschaffen haben, in Frage und das verunsichert sie. In solchen Fällen glauben die Kinder, dass sie nicht ernst genommen werden und sie genieren sich über ihre Gedanken und Ängste zu reden. Deshalb sollte man den Kindern, die von ihnen geschaffene Fantasiewelt unbedingt lassen. Kinder können gar nicht genug Fantasie haben, denn eine große Fantasie macht sie stark. Sie deutet auf Kreativität hin, die im Leben hilft, Lösungen für vielfältige Probleme zu finden.

Monster, Gespenster und böse Hexen.

Mit der magischen Phase gehen aber auch Ängste einher: Das Monster unter dem Bett, das unheimliche Gespenst oder die böse Hexe. Kinder beschwören manchmal selbst unheimliche Fantasien herauf oder sie haben zum Beispiel Angst vor Gestalten, die sie in einem Buch oder im Fernsehen gesehen haben. Gerade bei Ängsten in der magischen Phase ist es wichtig, die Kinder zu unterstützen. Diese Unterstützung kannst du den Kindern auch in der Yogastunde auf verschiedene Art und Weise geben:

  • Motiviere die Kinder ihre Ängste zu beschreiben.
  • Gib den Kindern Raum, um ihre Ängste zu verarbeiten wie zum Beispiel einfach durch Malen.
  • Auf Grund des magischen Denkens in dieser besonderen Phase entwickeln Kinder oft auch ganz von alleine Ideen, Rituale oder Fantasiewesen, die ihnen helfen, angstvolle Situationen oder Gruselwesen zu bewältigen. Unterstütze die Kinder  einfach fantasievolle Lösungswege zu finden. Oft helfen auch Mut-Mach-Lieder oder Mut-Mach-Sprüche.

Kinderyoga im Reich der Fantasie.

Mit der Fantasie der Kinder lassen sich auch unzählige Yogastunden wie von selbst füllen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich den Kindern nur einen kleinen Aufhänger geben muss, damit die Fantasie anfängt zu sprudeln und sich die Yogastunde, wie von selbst mit Leben füllt. Einen solchen kleinen Aufhänger gebe ich den Kindern in der Yogastunde zum Beispiel in Form eines Requisiten-Korbs. Der Requisiten-Korb ist ein einfacher Korb gefüllt mit kleinen Dingen, die man meist sowieso zu Hause herum liegen hat. Ich habe meinen Requisiten-Korb hauptsächlich mit Schleich-Tieren, Playmobil-Figuren und kleinen Püppchen gefüllt. In der Yogastunde wird der Requisiten-Korb dann von Kind zu Kind gereicht und gemeinsam wird eine Geschichte zu den Dingen im Requisiten-Korb erzählt. Wie von selbst fließen dann auch noch Bewegungen und Asana mit ein. So schreibt sich mit viel Fantasie und Magie die Yogastunde wie von Zauberhand!

Eine weitere einfache Möglichkeit den Kindern einen Aufhänger zu geben, ist mit Handpuppen zu arbeiten. Zu meiner Ausstattung als Kinderyogalehrerin gehören schon sehr lange einige Handpuppen der Marke Sterntaler. Auch diese Handpuppen eigenen sich ideal, um die Fantasie der Kinder anzuregen. Genauso wie beim Requisiten-Korb werden die Handpuppen im Kreis herum gereicht, die Kinder suchen sich eine aus und erzählen damit ihren Teil der Geschichte in Worten, Bewegungen und Asana.

Phantasie ist wichtiger als Wissen,
denn Wissen ist begrenzt.

~ Albert Einstein

* Werbung ohne Auftrag, weil Markennennung. Alles selbst bezahlt.