1. Muladhara Chakra

wurzelchakra kinder

As the parent was to the child, so the mind is to the body. ~ Anodea Judith

Bedeutung des Namens

mul = Basis
adhara = Unterstützung

Lage

Basis der Wirbelsäule

Farbe

rot

Lebensabschnitt

1. bis 7. Lebensjahr: Die frühe Kindheit

Hauptthemen des Chakras

Die zentralen Themen des Wurzelchakras sind Stabilität, Lebenswille, Überleben, Sicherheit, Vertrauen, Familie und Erdung. Psychologisch gesehen steuert dieses Chakra zum einen unsere grundlegenden Bedürfnisse nach Nahrung, Sicherheit, Wärme, Schutz, nach einem zu Hause und nach der Zugehörigkeit zu Unseresgleichen. Zum anderen steuert es unsere physische Existenz.

Das erste Lebensjahr ist in diesem Abschnitt das wichtigste; in ihm wurzeln alle Zyklen: Der vorgeburtliche Zyklus endet mit der Entfaltung des Wurzelchakras, der siebenjährige Zyklus setzt dies fort, und auch der sieben mal sieben Jahre währende Zyklus hat seinen Ursprung in den Energien des Wurzelchakras (Quelle: Chakra Praxisbuch, Kalashatra Govinda, Seite 101)

Das Wurzelchakra bildet nicht nur das energetische Fundament für die übrigen Charken, sondern es ist auch unsere Basis mit der wir im Leben stehen. Es ist die Basis, die bestimmt, was darauf aufgebaut werden kann, was gehalten werden kann und welchen Belastungen und Widerständen wir standhalten können. Diese Basis wird hauptsächlich durch unsere Familie "programmiert". Alles was wir bereits im Mutterleib erleben, alles was sich zwischen unseren Eltern und ganz besonders zwischen uns und unserer Mutter abspielt, speichert dieses Chakra. Das Wurzelchakra spiegelt das Werte- und Glaubenssystem unserer Familie wider, sowie unser Selbstbild und unser Recht auf Liebe.

Kinder im Alter zwischen 1 und 7 Jahren agieren normalerweise aus den Kräften des Wurzelchakras heraus. Die Erde ist eine neue Erfahrung für sie, die sie erst begreifen müssen. Sie müssen sich mit der Erde verwurzeln, die Gesetzmäßigkeiten kennenlernen und ihre eigenen Rhythmen finden. Kinder sind in diesem Alter sehr ichbezogen und fast ausschließlich mit ihrem physischen Überleben beschäftigt. Das agieren aus dem Wurzelchakra heraus kann manchmal zu einem aggressiven Verhalten führen, dessen Ursache meist nur Unsicherheit ist.

Nach der Chakra-Lehre sind Mutter und Kind zudem über das Wurzel-Chakra energetisch miteinander verbunden. Auch wenn die Nabelschnur direkt nach der Geburt durchtrennt wird, bleibt die energetische Verbindung der Wurzel-Chakren von Mutter und Kind bis ins Teenager-Alter des Kindes bestehen. Mütter haben grundsätzlich einen 7. Sinn, wenn es um ihre Kinder geht. Sie wissen intuitiv, wie es ihren Kindern geht, kennen ihre Bedürfnisse und schützen ihre Kinder im Schlaf. Genau diese Intuition läuft über die Verbindung der Wurzel-Chakren zwischen Mutter und Kind. Eine klare Kommunikation ist besonders hilfreich für das Verständnis der Bedürfnisse von Kleinkindern, die ihre verbale Kommunikationsfähigkeit noch nicht vollständig entwickelt haben. Für die Eltern-Kind-Kommunikation ist es deshalb unerläßlich, dass diese Verbindung stark ist und reibungslos funktioniert.

Die ersten 7 Lebensjahre sind deshalb prägend und entscheidend für unser weiteres Leben. Negative Erfahrungen und Muster aus der Kindheit wie zum Beispiel Geburtstrauma, körperliche und seelische Vernachlässigung, eine schlechte Mutter-Kind-Beziehung, körperlicher und seelischer Mißbrauch u.ä. sind dadurch später auch nur schwer zu überwinden.

Our family determines how we find our ground, how we form our territory. If we do not have plenty of touching and holding, we may never be sure of ourselves emotionally, of the ground we stand on, since we cannot trust others to hold us. ~ Stanley Kelemann.

Vorherrschender Sinn

Der vorherrschende Sinn des Wurzelchakras ist der Geruchssinn. Diese Verbindung ergibt sich, da sich das Wurzelchakra vor allem im Baby-Alter entwickelt. Für ein Baby ist der Geruch der Mutter der wichtigste Anhaltspunkt und deshalb in dieser Zeit der dominante Sinn. Etwa ab dem vierten Lebenstag kann ein Baby den Geruch seiner Mutter eindeutig erkennen und von anderen Gerüchen unterscheiden. So baut es eine starke Verbindung zu seiner wichtigsten Bezugsperson auf. Mit dem Geruch der Mutter verbindet ein Baby Sicherheit und Geborgenheit.

Pranastrom

Apana Prana wirkt auf den unteren Teil des Körpers vom Nabel bis zu den Fußsohlen. Apana ist der nach unten gehende Atem und hat sein Zentrum im Wurzelchakra. Es reguliert alle Bewegungen nach unten und außen wie z.B. die Ausscheidung.

Element

Erde (Sanskrit: Prithivi)

Das Element Erde wird durch seine Eigenschaften als schwer, langsam, stabil. fest, grob, dicht, hart, träge und unbeweglich charakterisiert. Es ist verantwortlich für die Geruchsempfindung. Als Sinnesorgan wird ihm das Riechorgan zugeordnet (Siehe hierzu auch Punkt "Vorherrschender Sinn"). Erde (Prithivi) mach den Körper stark, fest, schwer und hart. Prithivi manifestiert sich in allen festen Strukturen des Körpers wie Knochen, Knorpel, Nägel, Muskulatur, Sehnen, Haut und Haaren. Siehe hierzu auch Punkt "Körperliche Zuordnung". (Quelle: Ayurveda für Kinder, Dr. med Kalpana Bendecar & Kerstin Rosenberg, Seite 11)

Ätherische Öle

Um das Wurzelchakra zu harmonisieren, sind vor allem ätherische Öle zu empfehlen, die eine erdende Wirkung auf unsere Seele haben. Sie haben meist eine erdig, holzige Duftrichtung und stammen von Bäumen, die sehr tiefe Wurzeln in der Erde haben. Hierzu zählen vor allem die folgenden ätherischen Öle:

Sandelholz: Sandelholz stammt ursprünglich aus Indien, wird aber heutzutage auch in China und in Indonesien angebaut. Der Sandelholzbaum kann bis zu 10 m groß werden. Ätherisches Sandelholzöl wirkt stimmungsaufhellend, stärkend, entspannend und beruhigend. Zudem hat es eine harmonisierende und angstlösende Wirkung und kann Aggressionen und Anspannung abbauen. 

Nelke: Ätherisches Nelkenöl unterstützt den Prozess des Loslassens und hilft dabei sich von alten Gedankenstrukturen zu lösen. Es wirkt auf unsere Seele harmonisierend, stärkt die Nerven, vermittelt uns Geborgenheit und hilft dabei Konflikte zu lösen. Ätherisches Nelkenöl ist nicht für Kinder geeignet! Auch Schwangere Frauen sollten Nelkenöl nicht verwenden, da es zu den wehenauslösenden ätherischen Ölen gehört!

Rosmarin: Rosmarin ist eine der ältesten Heilpflanzen und ein beliebtes Küchengewürz. Ätherisches Rosmarinöl stärkt das Selbstbewusstsein, gibt uns Mut und verleiht innere Stärke. Es gibt uns die Energie und Kraft, die wir für schwierige Situationen brauchen. Eine passende Affirmationen, die die Wirkung des ätherischen Rosmarinöls wiedergibt ist: Ich schaffe es. Ich kann es.

Zypresse: Die Zypresse symbolisiert als Baum das ewige Leben und wird als heiliger Baum verehrt. Ätherisches Zypressenöl steigert die Konzentrationsfähigkeit. Zudem ist es ein Übergangsöl, das bei allen schmerzlichen Veränderungen (bei Kindern z.B. der Eintritt in den Kindergarten oder der Übergang zur Grundschule), Verlust einer nahestehenden Person oder bei der Beendung einer Beziehung, Trost und Kraft spendet. Sie konzentriert uns wieder auf das Wesentliche und hilft uns, unsere Ängste und Sorgen hinter uns zu lassen. Auch gibt die Zypresse uns wieder neuen Mut und die Durchsetzungskraft neue Wege zu gehen (Quelle: Gabriela Stark - www.satureja.de).

Zeder: Der Zedernbaum wird bis zu 30 m hoch und kann bis zu 2000 Jahre alt werden. Er braucht viel Sonnenlicht für gutes Wachstum. Das ätherische Öl der Zeder schenkt Kraft, löst Ängste und hat eine entspannende und beruhigende Wirkung. Vor allem bei neuen Lebensabschnitten, die meist mit Angst vor dem Neuen und Unbekannten einhergehen, ist sie sehr hilfreich. Auch Kinder profitieren davon (ob Kindergarten-, Schulwechsel oder Umzug); Zedernöl hilft sich neu zu orientieren und besser auf neue Situationen einzulassen (Quelle: Gabriela Stark - www.satureja.de).

Körperliche Zuordnung

Feste Bestandteile des Körpers: Skelett, Knochen, Wirbelsäule, Zähne, Nägel

Untere Extremitäten: Beine, Füße

Auf der hormonellen Eben beeinflusst das Wurzelchakra ganz besonders stark die Aktivität der Nebennieren. Sein Energiefluss wirkt sich auf die körpereigene Kortisonbildung (Immunsystem) sowie auf die Adrenalin- und Noradrenalinproduktion aus. Die Hormone, die in den Nebennieren produziert werden, sind für die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen und für die Stressbewältigung von Bedeutung. Über die Hormonproduktion hat das Wurzelchkra indirekt auch Auswirkungen auf die ursprüngliche Überlebensmechanismen und auf die Fähigkeit des Körpers, Stress abzubauen. Dies hängt mit den Themenbereichen Urvertrauen und Überlebenstrieb zusammen, den zentralen Themen des Wurzlchakras. Schließlich wird auch die Allergieempfindlichkeit durch die Funktion der Nebennieren mitbestimmt (Quelle: Chakra Praxisbuch, Kalashatra Govinda, Seite 109)

Mögliche Traumata des Wurzelchakras

  • Ängste, Stress oder Trauma bei der Mutter während der Schwangerschaft
  • Geburtstrauma
  • Körperliche und seelische Vernachlässigung des Kindes
  • Körperlicher und seelischer Missbrauch des Kindes
  • Ablehnung
  • Unterdrückung
  • Schlechte Mutter-Kind-Beziehung
  • Schwere Krankheiten oder Operationen des Kindes

Psychische Auswirkungen bei Störungen im Wurzelchakra

  • Geringes Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein
  • Energiemangel und Antriebslosigkeit
  • Unsicherheit
  • Mangelnde Disziplin
  • Innere Anspannung und Angst
  • Sehr materialistisch
  • Kompensations- oder gar Bestrafungshandlungen z.B. Ritzen, Magersucht, Bulimie oder Burn-Out-Syndrom

Körperliche Auswirkungen bei Störungen im Wurzelchakra

  • Verdauungsprobleme (Verstopfung, Durchfall)
  • Schmerzen in den Hüfte, Beinen, Knien oder Füßen
  • Haut-, Knochen- und Skelettkrankheiten
  • Rückenschmerzen im Bereich des Steißbeins
  • Ischiasnerv
  • Stressbedingte Erkrankungen
  • Generelle Kränklichkeit und Immunschwäche
  • Atemwegserkrankungen
  • Allergien
  • Nase auch Nasennebenhöhlen

Hinweis: Hiermit weise ich ausdrücklich darauf hin, dass grundsätzlich im Falle von Krankheiten und gesundheitlichen Problemen immer ein Arzt, Psychologe oder Heilpraktiker aufgesucht werden sollte. Informationen zu Störungen in einzelnen Chakren können einem aufgeschlossenen und in der Energiearbeit bewanderten Therapeuten dienlich sein und der Orientierung helfen.

Bilderquelle: © Dirk Czarnota 40255293 Fotolia.com

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