2. Svadhisthana Chakra

 

sakralchakra kinder

 

 

Bedeutung des Namens

Svadhisthana = Süße, Lieblichkeit

Lage

Auf Höhe der Hüftknochen etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel.

Farbe

Orange 

Lebensabschnitt

8. bis 14. Lebensjahr: Die späte Kindheit

Hauptthemen des Chakras

Im Sakralchakra versucht sich unsere Psyche zum Ausdruck zu bringen. Es steht für den Fluss der Lebensenergie, Kreativität, das Erfahren der Welt mit allen Sinnen, Lebendigkeit, Lebensfreude, Emotionen und Sexualität. Es geht darum, wie wir unsere Leidenschaften, Träume und Sehnsüchte leben und sie mit anderen teilen. Durch das Sakralchakra erfahren wir das Leben, spüren die Lebensenergie, entdecken unsere Kreativität und leben sie aus, machen sinnliche Erfahrungen. Sexualität, die oft als erstes mit dem Sakralchakra in Verbindung gebracht wird, ist hier nur ein Aspekt. Eine zentrale Rolle spielen auch unsere Emotionen und wie wir diese empfinden und ausdrücken, denn erst unsere Emotionen ermöglichen es uns und unserer Seele das Leben intensiv zu erfahren.

Das Sakralchakra wird stark durch Erlebnisse im Kleinkindalter beeinflusst. In diesem Alter haben Kinder ein natürliches Verlangen mit der Welt in Beziehung zu treten und sie mit allen Sinnen zu erfahren. Zudem lernen sie in dieser Phase ihre Lebensfreude und -energie auszudrücken und auszuleben. Schränken die Eltern diese Bedürfnisse ein und können sich die sinnlichen Energien des Sakaralchakras nicht frei entfalten, kann es zu Störungen des Sakralchakras kommen. Weiterhin kann hierdurch auch die Entwicklung der höheren Chakren gestört werden.

Eine weitere wichtige Zeit für das Sakralchakra ist das Teenager-Alter, in welchem sich die sexuelle Identität ausbildet. Das Erwachen von sexuellen Energien kann Unsicherheiten hervorrufen. Eine Unterdrückung der Sexualität während der Pubertät kann später zu einem blockierten Sakralchakra und einem gehemmten oder gestörten Sexualleben führen. Aber auch fehlende Zuneigung und fehlender Körperkontakt während des Säuglingsalters kann das Sakralchakra negativ beeinflussen und später zur Ablehnung von Sexualität führen.

Vorherrschender Sinn

Der vorherrschende Sinn des Sakralchakras ist der Geschmackssinn. Das Sakralchakra entwickelt sich vom 6. Lebensmonat an bis ca. zum 2. Lebensjahr eines Kindes. Gerade in diesen ersten Lebensmonaten stecken sich Kinder zunächst alles in den Mund, denn so lernen sie die Dinge am besten kennen und sammeln ihre Informationen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Babys in der Lage sind, sich ein Bild von dem zu machen, was sie mit Lippen, Zunge und Gaumen ertasten. Hieraus ergibt sich auch die Zuordnung des Geschmacksinns zum Sakralchakra.

Pranastrom

Apana Prana wirkt auf den unteren Teil des Körpers vom Nabel bis zu den Fußsohlen. Apana ist der nach unten gehende Atem und reguliert alle Bewegungen nach unten und außen wie z.B. die Ausscheidung.

Element

Wasser (Sanskrit: Jala)

Hauptthema des Sakralcharkas ist das Fließen lassen: die Lebensenergie, die Kreativität, die Freude usw. Als Element wird dem Sakralchakra deshalb das Element Wasser zugeordnet. Die körperliche Wirkungsweise von Wasser besteht darin, den Körper klebrig, feucht und dicht zu machen sowie seine flüssigen Bestandteile zum Fließen zu bringen. Es manifestiert sich in den Absonderungssäften der Verdauungsorgane und Speicheldrüsen, in den Schleimhäuten, im Plasma und Zytoplasma sowie in den Körpersäften Blut, Lymphe und Fett.  Siehe hierzu auch Punkt “Körperliche Zuordnung”. (Quelle: Ayurveda für Kinder, Dr. med Kalpana Bendecar & Kerstin Rosenberg, Seite 11)Wasser ist zudem ein Symbol für alle Arten von Gefühlen. Es ist wichtig auch Gefühle frei fließen zu lassen. Angestaute Gefühle können zum Beispiel Wasseransammlungen oder –staus im Körper verursachen.

Die Lebendigkeit des fließenden Wassers weist ebenso wie seine reinigende und verwandelnde Kraft auf wichtige Aspekte der Sakralchakra-Energie hin (Quelle: Chakra Praxisbuch, Kalashatra Govinda, Seite 24)

Ätherische Öle

Um das Sakralchakra zu harmonisieren, sind vor allem ätherische Öle zu empfehlen, die unsere Kreativität fördern, Lethargie, Mattheit oder Müdigkeit vertreiben und uns neue Energie und Lebenslust geben. Hierzu zählen vor allem die folgenden ätherischen Öle:

Vanille: Das ätherische Öl der Vanille hat ein süßes, warmes Aroma und wirkt so auf Körper, Geist und Seele entspannend und harmonisierend. Stress sowie starke Emotionen wie zum Beispiel Zorn, Frust, Wut, gereizte Stimmung und Ärger werden besänftigt. In Phasen von Lethargie, Mattheit oder Müdigkeit verleiht das ätherische Öl der Vanille neue Energie, macht gute Laune, fördert die Kreativität und lässt wieder Lebensfreude aufkommen. Das ätherische Öl der Vanille ist zudem ein beliebter Kinderduft!

Sandelholz: Sandelholz ist dem Element Wasser zugeordnet und öffnet unsere Gefühlswelt. Es symbolisiert den Fluss des Lebens. Der weiche Duft von ätherischem Sandelholzöl wirkt beruhigend und entspannend; gibt Wärme, Schutz und Geborgenheit. Stress, starke Emotionen und Anspannung werden durch Sandelholz gelöst. Zudem fördert es die Inspiration und Kreativität und beeinflusst unsere Stimmung positiv.

Jasmin: Jasminöl wirkt direkt auf das Sakralchakra und öffnet die Tore zu unserer Sinnes- und Gefühlswelt. In Indien wird dieses ätherische Öl auch "Die Königin der Nacht" genannt. Es löst selbstgesetzten Grenzen und Blockaden, sowie Ängste und Verkrampfungen und ermöglicht uns so den Fluss des Lebens wieder zu spüren. Zudem fördert es die Inspiration und Kreativität und beeinflusst unsere Stimmung positiv.

Ylang Ylang: Ätherisches Ylang Ylang Öl hat einen intensiven Blütenduft, weshalb es auch als "Blume der Blumen" bezeichnet wird. Ylang Ylang wird das Element Wasser zugeordnet und steht somit mit dem Sakralchakra in Verbindung. Ätherisches Ylang Ylang Öl entspannt, löst blockierte Gefühle, Angst- und Spannungszustände und innere Verkrampfung. Es regt die Sinne und die Kreativität an und fördert Lebensfreude, Sinnlichkeit und Spontanität.

Orange: Wie in allen ätherischen Zitrusölen ist auch in ätherischem Orangenöl, die Wärme und Energie der Sonne gespeichert. So schenkt dieses Öl Gelassenheit, Freude und Fröhlichkeit, Wärme und Energie, stärkt das Selbstbewusstsein und aktiviert Körper, Geist und Seele.

Körperliche Zuordnung

  • Beckenraum
  • Kreuzbeinbereich
  • Fortpflanzungsorgane
  • Nieren
  • Harnorgane (Harnleiter, Harnblase)
  • Blutkreislauf
  • Lymphfluss
  • Hüftgelenke
  • Lendenwirbelsäule
  • Immunsystem

Das Sakralchakra beeinflusst zudem die körpereigenen Säfte wie Blut, Schweiß, Verdauungssäfte, Sperma, Urin und Tränen sowie den Menstruationszyklus. Wasseransammlungen oder Wasserstaus im Körper lassen meistens auf gestaute Gefühle im Körper schließen (siehe hierzu auch Punkt "Element").

Mögliche Traumata des Sakralchakras

  • Fehlende Zuneigung
  • Vernachlässigung, Kälte, Ablehnung
  • Unterdrückung des emotionalen Ausdrucks
  • Überwältigende emotionale Erlebnisse
  • Zu wenig oder gar keine körperliche Nähe, Zärtlichkeitsaustausch und Körperkontakt
  • Unterdrückung der Sexualität während der Pubertät
  • Schwerwiegende Traumata wie z.B. sexueller Missbrauch

Psychische Auswirkungen bei Störungen im Sakralchakra

  • Verschlossen gegenüber anderen Menschen
  • Mangelndes Selbstbewußtsein
  • Angst mit der Umwelt zu interagieren: Erfahrungen sammeln, ausprobieren usw.
  • Gefühl der Einsamkeit und Fremdheit
  • Anhänglichkeit
  • Motivationslosigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit
  • Mangelnde Ausdauer
  • Angst vor Veränderungen
  • Unfähigkeit das Leben zu genießen
  • Stimmungsschwankungen
  • Emotionale Austrocknung, Unfähigkeit eigene Emotionen zuzulassen und auszudrücken, Unfähigkeit mit den Emotionen von Mitmenschen umzugehen
  • Unfähigkeit, körperliche Berührungen zu genießen
  • Schwierigkeiten Intimität zuzulassen
  • Gestörtes Sexualverhalten (zwanghaftes Sexualverhalten, Sexgier, sexuelles Desinteresse)
  • Suchtgefährdung

Körperliche Auswirkungen bei Störungen im Sakralchakra

  • Mangelnde Vitalität und Gesundheit im allgemeinen
  • Chronische Müdigkeit
  • Allergien und Hautprobleme
  • Menstruationsbeschwerden
  • Erkrankungen von Gebärmutter und Eierstöcken
  • Prostata- und Hodenerkrankungen
  • Potenzstörungen
  • Pilzerkrankungen der Geschlechtsorgane
  • Geschlechtskrankheiten
  • Nierenerkrankungen
  • Blasenprobleme
  • Harnwegsinfektionen
  • Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und Hüftschmerzen aufgrund mangelnder Flexibilität. 

Das Handbuch „Übungen für Kinder zur Harmonisierung und Stärkung des
Svadhisthana Chakra (Sakralchakra)" könnt ihr euch hier downloaden!

Hinweis: Hiermit weise ich ausdrücklich darauf hin, dass grundsätzlich im Falle von Krankheiten und gesundheitlichen Problemen immer ein Arzt, Psychologe oder Heilpraktiker aufgesucht werden sollte. Informationen zu Störungen in einzelnen Chakren können einem aufgeschlossenen und in der Energiearbeit bewanderten Therapeuten dienlich sein und der Orientierung helfen.

Bilderquelle: © Dirk Czarnota 40001378 Fotolia.com

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