Affirmationen Stundenbild Kinderyogastunde
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Updated 24/9/12
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Affirmationen für Kinder
Was genau sind Affirmationen und was bewirken sie? Wir alle wissen wir wichtig gesunde Nahrungsmittel für unseren Körper sind. Auch schon die kleinsten Kinder wissen, dass viel Obst und Gemüse wichtig für ihr Wachstum und ihre Gesundheit ist. Und genauso sind auch positiven Gedanken und Worte für unsere mentale Gesundheit unerlässlich, denn „Ich bin, was ich denke!“
Kinder wie Erwachsene schenken im Laufe ihres Lebens den Worten und Gedanken anderer Menschen oft viel mehr Aufmerksamkeit, als den eigenen. Und selbst wenn wir dann doch mal unseren eigenen Gedanken lauschen, werden wir meist wie magisch von den negativen Gedanken angezogen. Denn aus irgendeinem Grund fällt es uns oft leichter negatives zu glauben als positives. Diese negativen Gedanken dann aber wieder loszuwerden kann zu einer Lebensaufgabe werden. Deshalb ist es so wichtig Kindern bereits in jungen Jahren zu lehren ihre Gedanken zu beobachten, bewusst wahrzunehmen und in positive Bahnen zu lenken.
Affirmationen helfen und unterstützen Kinder dabei positiven Worten und Gedanken zu glauben und sich besser zu fühlen. Affirmationen sind positive Wörter oder kurze Sätze, die Kindern und Erwachsenen Stärke, Willenskraft, Motivation und Vertrauen geben können, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, eine anstehende Aufgabe zu bewältigen oder eine hartnäckige negative Denkweise loszuwerden. Sportler nutzten zum Beispiel Affirmationen, um vor einem Wettbewerb Konzentration und Entschlossenheit aufzubauen. Affirmationen werden in der 1. Person im Präsens (Gegenwart) formuliert und sind positiv und präzise.
Stundenbild für eine Einführungsstunde zum Thema "Affirmationen": Download (pdf-Datei)
Übungen für mehr Selbstachtung und Selbstvertrauen
Im Folgenden sind einige kleine Übungen beschrieben, die das Selbstvertrauen, die Selbstachtung und den positiven Umgang miteinander stärken können. Die Übungen eigenen sich besonders für Schulkinder und das einzige was man dazu benötigt sind kleine Zettel, Karten oder Post-Its, um etwas darauf schreiben zu können:
- Die "Fühl-dich-gut-Box"
Hierzu braucht man kleine Zettel, etwas zu schreiben und eine Box oder einen Beutel in dem man die fertigen Zettel bis zum Schluss sammeln kann. Bei dieser Übung soll jedes Kind etwas nettes und positives über ein anderes Kind in der Gruppe schreiben. Der Yogalehrer weist jedem Kind ein anderes Kind zu. Auf den Zettel schreibt das Kind den Namen des anderen Kindes und etwas positives über das betreffende Kind. In der nächsten Yogastunde wird dann jedem Kind ein neues Kind zugewiesen. Die Zettel werden solange in einem Beutel oder in einer Box gesammelt bis jeder über jeden etwas positives geschrieben hat. Zum Abschluss der Übung erhält dann jedes Kind die Zettel mit seinem Namen und kann lesen, was die anderen Kinder alles positives über es geschrieben haben.
- Klebezettel
Für diese Übung braucht man nur Klebezettel oder Post-It's. Die Gruppe sitzt dabei in einem Kreis. Eine Yogamatte ist dabei der "spezielle Platz", der vielleicht auch etwas dekoriert werden kann. Das erste Kind setzt sich dann auf die dekorierte Yogamatte. Alle anderen Kinder haben nun die Aufgabe zu überlegen, was sie positives mit diesem Kind in Verbindung bringen z.B. eine positive Handlung, Eigenschaft oder Erinnerung.... Jeder schreibt seine Antwort auf einen Klebezettel und klebt diesen dann an das Kind. Sind alle fertig, ist das nächste Kind dran. So geht es immer weiter bis alle Kinder an der Reihe waren. Die Kinder lieben diese Übung, da am Ende alle mit Klebezettel voll geklebt sind!!!
Das Wetter
Unsere Stimmung lässt sich immer ganz gut mit dem Wetter vergleichen. In der einen Minute scheint die Sonne am blauen Himmel und kurze Zeit später ziehen dunkle Wolken auf und der Himmel wird schwarz. Genauso schnell wie sich das Wetter ändern kann, kann sich auch unsere Stimmung verändern und oft wissen wir gar nicht genau warum das so ist, ähnlich wie beim Wetter.
Diese Erklärung benutze ich im Kinderyoga gerne, um den Kindern ihre eigenen Launen und Stimmungen bewusster zu machen. Eine schöne Übung zu diesem Thema ist es, das persönliche Wetter zu malen. Hierfür bekommt jedes Kind am Anfang der Yogastunde ein kleines Stück Papier, worauf es sein persönliches aktuelles Wetter malt. Ist man in diesem Moment beispielsweise gut gelaunt und freut sich auf die Yogastunde, wird entsprechend gutes Wetter mit blauem Himmel und Sonnenstrahlen gemalt. Bei Wut oder Ärger ist der Himmel eher dunkel und es regnete oder hagelt. Die Kinder sollen auf diese Weise einfach ihre Stimmung in diesem Moment festhalten.
Am Ende der Stunde wird das Stück Papier mit dem Wetter vom Anfang der Yogastunde wieder hervorgeholt und die Kinder malen auf die Rückseite ihr persönliches Wetter am Ende der Stunde. Vielleicht wurde bei manch einem aus Donner und Hagel ja Sonnenschein…
Das persönliche Wetter.
Schwarze Wolken
Die Übung "Schwarze Wolken" eignet sich am besten für den Anfang einer Yogastunde. Alle sitzen dabei zusammen in einem Kreis in der Yoga-Sitzposition Sukhasana. Die Hände liegen auf den Knien und die Handflächen sind zur Decke gedreht.
Schließt eure Augen und stellt euch alles vor, was an dem heutigen Tag nicht schön war: Negative Gedanken, die ihr vielleicht hattet, Probleme in der Schule, Schwierigkeiten zu Hause ... alles was ihr am liebsten loswerden wollt. Mit dem Einatmen verwandeln sich all diese Dinge in schwarze Wolken. Mit dem Ausatmen schickt ihr diese dunklen Wolken einfach weg. Sie wandern eure Arme runter in die Hände und verschwinden einfach aus euren Handflächen. Mache 6 bewußte Atemzüge, um alles negative loszuwerden.
Schwarze Wolken vertreiben.
Der Gärtner für positive Gedanken
Diese Übung soll den Kindern dabei helfen negative Gedanken durch positive Gedanken zu ersetzen und die Sache einfach etwas anschaulicher gestalten. Die Übung kann im Sitzen (Sukhasana) oder in der Entspannungshaltung Shavasana ausgeführt werden.
Wir alle wissen was negative Gedanken sind. Solche Gedanken sagen uns oft, dass wir etwas nicht können, nicht gut genug sind, kein guter Freund sind, zu langsam sind usw. Wenn solch ein negativer Gedanke kommt, hör direkt auf darüber nachzudenken und stell dir stattdessen folgendes vor:
Stell dir vor, dass du in einem wunderschönen Garten stehst und Samen in den Händen hältst (Die Kinder schließen eine Hand). Du bist der Gärtner in diesem Garten und dafür verantwortlich, dass alles blüht und gedeiht, und glücklich ist; nicht nur die Blumen, sondern auch deine Gedanken. Nun wirfst du den Samen in die Luft (Die Kinder machen die Bewegung nach). Diese Samen sind keine Blumensamen, sondern Samen für glückliche Gedanken. Wir pflanzen diese Samen für glückliche Gedanken und erlauben ihnen zu wachsen. Dabei sind Samen für:
- Ich bin glücklich.
- Ich bin konzentriert.
- Ich bin schlau.
- Ich bin liebenswert.
- Ich bin entspannt und ruhig.
- Ich bin stark.
- Ich bin wertvoll.
- Meine Meinung zählt.
- Ich vertraue mir selbst.
- Ich bin respektvoll.
Such dir einfach den Samen aus, den du gerade brauchst, pflanze ihn und lasse ihn wachsen und gedeihen. Du bist in diesem Garten der Gärtner.
Affirmationen im Kinderyoga.
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