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Updated 24/7/10
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Affirmationen für Kinder
Was genau sind Affirmationen und was bewirken sie? Wir alle wissen wir wichtig gesunde Nahrungsmittel für unseren Körper sind. Auch schon die kleinsten Kinder wissen, dass viel Obst und Gemüse wichtig für ihr Wachstum und ihre Gesundheit ist. Und genauso sind auch positiven Gedanken und Worte für unsere mentale Gesundheit unerlässlich, denn „Ich bin, was ich denke!“
Kinder wie Erwachsene schenken im Laufe ihres Lebens den Worten und Gedanken anderer Menschen oft viel mehr Aufmerksamkeit, als den eigenen. Und selbst wenn wir dann doch mal unseren eigenen Gedanken lauschen, werden wir meist wie magisch von den negativen Gedanken angezogen. Denn aus irgendeinem Grund fällt es uns oft leichter negatives zu glauben als positives. Diese negativen Gedanken dann aber wieder loszuwerden kann zu einer Lebensaufgabe werden. Deshalb ist es so wichtig Kindern bereits in jungen Jahren zu lehren ihre Gedanken zu beobachten, bewusst wahrzunehmen und in positive Bahnen zu lenken.
Affirmationen helfen und unterstützen Kinder dabei positiven Worten und Gedanken zu glauben und sich besser zu fühlen. Affirmationen sind positive Wörter oder kurze Sätze, die Kindern und Erwachsenen Stärke, Willenskraft, Motivation und Vertrauen geben können, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, eine anstehende Aufgabe zu bewältigen oder eine hartnäckige negative Denkweise loszuwerden. Sportler nutzten zum Beispiel Affirmationen, um vor einem Wettbewerb Konzentration und Entschlossenheit aufzubauen. Affirmationen werden in der 1. Person im Präsens (Gegenwart) formuliert und sind positiv und präzise.
Lest hier, wie man Affirmationen in die Kinderyogastunde integrieren kann: Yoga-Tänze und Affirmationen
Die Lieblingsfarbe
Zuerst finden alle Kinder ihren Platz für die Entspannungsphase und dann geht es auch schon los mit der Übung zur Visualisierung der Lieblingsfarbe:
Welche Farbe ist deine Lieblingsfarbe? Stell sie dir vor. Denk an all die vielen Dinge, die es in deiner Lieblingsfarbe gibt – vielleicht eine Blume, den Himmel, die Berge, deine Lieblings-Eissorte oder das Meer... Atme ein und stell dir vor wie eine Welle dieser wunderschönen und lebhaften Farbe in deinen Körper strömt und alles ausfüllt. Atme aus und stell dir vor, wie alle dunklen Gedanken einfach aus dir herausströmen und deiner Farbe Platz machen. Atme ein und fülle deinen Kopf, Brustkorb, Rücken und Bauch mit deiner Farbe. Atme aus und lasse alle deine Sorgen und Probleme gehen. Atme ein und fülle deine Arme, Finger und Hände bis in die Fingerspitzen mit deiner Farbe. Atme aus und werde alle Anspannung los. Atme ein bis hinunter zu deinen Zehenspitzen und fülle jeden Fleck mit deiner Lieblingsfarbe. Fühle die Energie. Atme aus, Erschöpfung und Traurigkeit und fülle deinen Körper weiter mit deiner Farbe, während du tief einatmest. Lasse alles Negative gehen, während du ausatmest. Atme tief ein und aus solange bis alles graue und dunkle aus deinem Körper verschwunden ist und du nur noch überall deine Lieblingsfarbe siehst. Genieße das Gefühl, dass dir deine Farbe gibt. Die Freude und die Energie, die sie dir gibt. Den Frieden, der dich erfüllt.
(Inspired by Yoga in my School)
Die Zitrone
Bei der Übung mit der Zitrone werden ganz bewusst bestimmte Muskelgruppen angespannt und wieder entspannt. Die Übung ähnelt den Übungen, die man aus der progressiven Muskelentspannung nach Edmund Jacobson kennt. Für meine Yogakinder habe ich das ganze nur etwas vereinfacht und spannender gemacht. Und so geht es:
Am Ende der Stunde finden erst mal alle Kinder ihren Platz auf dem Traumtuch und liegen in Shavasana. Jedes Kind weiß, wie es ist, wenn man in eine Zitrone beißt und das Gesicht verziehen muß, weil die Zitrone so sauer ist. Und genau das ist es, was wir bei dieser Übung mit allen unseren Körperteilen bzw. Muskelgruppen tun.
Stellt euch vor, ich halte eine Zitrone in der Hand und etwas von dem ziemlich sauren Zitronensaft tropft auf euren Körper. Zuerst tropft etwas Zitronensaft auf deine Füße. Krall deine Zehen so fest zusammen, wie du kannst. Und dann - lass los und entspanne deine Füße. Jetzt tropft etwas Zitronensaft auf dein rechtes Bein. Spanne deine Muskeln im rechten Bein an, so fest wie du kannst. Dann entspanne dein rechtes Bein. Und da fallen auch schon 2 Tropfen von dem sauren Zitronensaft auf dein linkes Bein. Spanne dein linkes Bein an und entspanne es danach wieder. Da landen auf einmal einige Tropfen Zitronensaft gleichzeitig auf deinen Po und deinem Bauch. Ziehe deinen Bauch und Po so fest ein, wie du nur kannst. Und dann - lass los und enstpanne Po und Bauch wieder. Zitronensaft tropft auf deine Schultern, die Arme und die Hände. Mache Fäuste, ganz kleine Fäuste, spanne deine Arm- und Schultermuskeln an. Ziehe die Schultern bis zu den Ohren hoch. Und jetzt, öffne wieder ganz langsam deine Fäuste und entspanne deine Hände, Arme und Schultern. Lass die Anspannung einfach gehen. Und da ist noch ein Rest Zitronensaft, der auf deinen Kopf tropft und dein Gesicht. Auf der Nase, den Wangen überall ist Zitronensaft. Verziehe dein Gesicht, rümpf die Nase, zieh deinen Mund zusammen. Und lass nun die Anspannung in deinem Gesicht und dem Kopf los. Entspanne deinen ganzen Körper, lass dich einfach auf das Traumtuch sinken. Bleib einen Moment ruhig liegen und genieße die Entspannung in deinem Körper.
Klangschale
Als ich das erste Mal eine Klangschale in einer Kinderyogastunde benutzt habe, war ich absolut überrascht, wie fasziniert die Kinder von dem Klang der Schale waren. Und diese Faszination hat bisher auch noch nicht abgenommen. Der Klang dieser Schale lässt meist alle, auch meine kleinsten Yogis, sofort verstummen. Alle lauschen dem wunderschönen und doch ungewohnten Klang, der für einige Sekunden durch die Luft schwebt. Und auch wenn der Klang längst verklungen ist, wird immer noch konzentriert gelauscht und sich gefragt, ob man nicht doch noch was hört. Faszinierend….
Am häufigsten benutze ich die Klangschale am Anfang der Stunde, als sogenanntes Anfangsritual, und um bei allen die Aufmerksamkeit zum Yoga zu bringen und jedem die Möglichkeit zu geben zur Ruhe zu kommen. Dabei schließen wir alle gemeinsam die Augen und ein Kind darf als erstes die Klangschale zum klingen bringen. Alle anderen konzentrieren sich auf den Klang und öffnen die Augen wieder, wenn die Klangschale verstummt ist. Jedes Kind kommt der Reihe nach dran.
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Shavasana: Entspannung und Zauberstaub
Bei den Erwachsenen wird die Yogastunde meist mit einer Entspannungsphase in der Totenstellung oder auch Shavasana genannt beendet. Auch in meinen Kinderyoga-Kursen beende ich die Stunde mit Shavasana. Den Begriff „Totenstellung“ vermeide ich, da ich ihn für Kinderyoga unpassend finde. Meist sage ich einfach Shavasana, da weiß auch bei den kleinsten Yogis schon jeder nach kurzer Zeit was gemeint ist. Manchmal sage ich auch zu Shavasana „Schlafende Engel“.
Um die Kinder mit Shavasana und der Entspannungsphase am Ende der Yogastunde vertraut zu machen benutze ich meine Geschichte vom Zauberstaub. Angelehnt ist die Geschichte an die Fantasiereise „Feenstaub“ von Marneta Viegas aus dem Buch „Entspannende Geschichten“. Die Kindern lernen so, was Entspannung ist, wie man vorgeht und vor allem, dass Entspannung nicht gleichbedeutend mit Schlafen ist. Sind die Kinder nach einiger Zeit etwas geübter, lese ich die Geschichte vom Zauberstaub meist als Einleitung vor und hänge dann noch eine Fantasiereise passend zum Thema der jeweiligen Yogastunde dran.
Als kleines Hilfsmittel, und um das ganze etwas schöner und spannender für die Kinder zu gestalten benutze ich eine Zauberer-Handpuppe (von Sterntaler).
Und hier nun, die Geschichte vom Zauberstaub:
Schließe deine Augen und werde ganz still. Stell dir vor ein Zauberer steht neben dir. Der Zauberer trägt einen spitzen Zauberhut und einen langen blauen Zaubermantel und er lächelt dich an. Begrüße in Gedanken deinen Zauberer. In der Hand hält der Zauberer Zauberstaub. Schau dir den Zauberstaub genau an. Er funkelt und glitzert wie tausend Diamanten und in den schönsten Farben die es gibt. Dieser Zauberstaub ist magischer Entspannungsstaub mit dem der Zauberer dir dabei hilft dich zu entspannen. Egal auf welchen Teil deines Körpers der Zauberer den Zauberstaub streut, dieser Teil deines Körpers wird ruhig und ganz schwer und die Muskeln können sich so entspannen. Wenn du bereit bist für den Zauberstaub dann blinzele dem Zauberer kurz zu.
Der Zauberer streut zuerst etwas Zauberstaub auf deine Füße und du spürst wie deine Füße zur Ruhe kommen und dann ganz schwer werden. Der Zauberer streut auch etwas Zauberstaub über deine Beine. Und auch deine Beine werden erst ruhig und dann ganz schwer und entspannen sich. Der Zauberer streut weiteren Zauberstaub über deine Finger, Hände und die Arme. Alles wird ruhig, schwer und entspannt. Weiter geht es mit deinen Bauch und deine Brust. Alles kommt zur Ruhe. Und zum Schluss streut der Zauberer auch noch etwas Zauberstaub auf deinen Kopf. Dies hilft dir dabei nicht nur die Muskeln in deinem Kopf, sondern auch deine Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen und zu entspannen.
Der Zauberstaub hat deinen ganzen Körper zur Ruhe gebracht. Dein Körper fühlt sich schwer, aber entspannt an. Es ist fast so als würde dein Körper schlafen. Auch dein Atem geht ganz ruhig und entspannt. Spüre die sanfte Bewegung deines Atems.
Sag deinem Zauberer danke für den heutigen Zauberstaub und verabschiede dich von ihm bis zum nächsten Mal.
Genieße jetzt einfach noch etwas das Gefühl der Entspannung und lass deinen Körper noch einige Minuten schlafen.
Und wenn du nun soweit bist, dann wecke deinen Körper wieder ganz sanft auf. Wackele mit deinen Zehen und den Fingern, strecke dich und schüttele einfach den ganzen Zauberstaub von dir ab.
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