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Updated 29/7/10
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Spielen ist die Arbeit eines Kindes.
Play is the work of a child.
(Maria Montessori)
Die Qualle und der Berg
Stichworte: Aufwärmübung, Energie loswerden, bei Unruhe am Anfang der Yogastunde, Lernen und Verstehen von Eigenschaften
„Die Qualle und der Berg“ ist ein ähnliches Spiel wie der Gefriertanz. Mit diesem Spiel können die Kinder am Anfang der Yogastunde gut ihre oftmals endlose Energie gezielt loswerden. Mit diesem Spiel werden den Kindern auch verschiedene Eigenschaften und Gegensätze vermittelt werden. Berge strahlen Ruhe, Stärke und Stabilität aus. Quallen vermitteln dagegen Bewegung, Flexibilität und Freiheit.
Für das Spiel benötigt man nur Musik. Am besten eine etwas ruhigere Musik mit etwas Meeresrauschen oder Wassergeplätscher.
Zuerst sind die Kinder Quallen. Sie sollen sich so fließend und frei, wie die Quallen im Meer zur Musik bewegen. Jedes Kind entdeckt seine eigenen Bewegungen als Qualle. Dabei erinnert man die Kinder an die Eigenschaften von Quallen: Beweglichkeit, Flexibilität und Freiheit.
Geht die Musik aus, werden alle Kinder zu einem Berg, d.h. die Kinder nehmen die Yoga-Position Tadasana ein mit den Armen nach oben gestreckt und den Handflächen zusammen, um so die Bergspitze darzustellen. Die Kinder sollen versuchen die Eigenschaften von Bergen Ruhe, Stärke und Stabilität zu vermitteln.
Geht die Musik wieder an, werden alle Kinder wieder zu Quallen bis das nächste Mal die Musik ausgeht. Man kann so viele Wiederholungen machen, wie man möchte.
(Inspired by ChildLight Yoga)
Der reisende Luftballon
Für die Grundvariante des Spiels benötigt man einfach nur einen Luftballon, der von Kind zu Kind weitergegeben wird. Allerdings dürfen dafür nicht die Hände benutzt werden, sondern nur die Füße. Alle Kinder sitzen in einem Kreis und das Kind, welches anfängt nimmt den Luftballon zwischen die Füße und gibt ihn dann an das nächste Kind weiter, dass ihn mit den Füßen aufnimmt. So geht es immer weiter in der Runde. Die Kinder müssen darauf achten, vorsichtig mit dem Luftballon und den Füßen zu sein, da ein Luftballon natürlich schnell platzen kann.
Das Spiel kann man unterschiedlich variieren in dem man zum Beispiel zwei oder mehr Luftballons benutzt, die in der Runde umhergehen. Ich benutze auch oft verschiedene Arten von Bällen, die unterschiedliche Größen haben. Man kann zum Beispiel einen Golfball, einen Baseball, einen Wasserball oder auch Tennisbälle verwenden. Je kleiner die Bälle sind, desto schwieriger wird es mit den Füßen zu greifen.
Gefühle-Quartett
Stichworte: Verschiedene Arten von Gefühlen kennenlernen
Gefühle-Quartett funktioniert von den Spielregeln her genauso wie normales Quartett. Beim Gefühle-Quartett müssen sich die Kinder jedoch mit den auf den Karten abgebildeten Gefühlen wie z.B. Freude, Angst, Ekel, Stolz, Traurigkeit und Ärger beschäftigen, sie erkennen und lernen sie zu beschreiben. Ein wirklich schönes und einfaches Spiel, um das Thema "Gefühle" in der Kinderyogastunde zu behandeln.
Yoga-Wackelturm
Stichworte: Balanceübungen
Mit Hilfe des Yoga-Wackelturms übe ich mit den Kindern Balanceübungen. Und der Yoga–Wackelturm ist mittlerweile fast genauso beliebt wie Yoga-Memory. Für den Yoga-Wackelturm braucht man nur ein einfaches Wackelturmspiel oder auch Jenga genannt, das zum Beispiel für ein paar Euro bei Amazon erhältlich ist.
Zum Yoga-Wackelturm wird das Spiel dann, indem man einfach auf einige Klötzchen, die Namen von Balanceübungen schreibt wie zum Beispiel der Baum (Vrksasana), die Waage (Virabhadrasana III), der Halbmond (Ardha Chandrasana), der Adler (Garudasana), die Tänzerin (Natarajasana) usw. Wichtig ist, die Balanceübungen Altersgerecht auszuwählen bzw. anzupassen. Dann kann es auch schon losgehen. Der Wackelturm wird aufgebaut und die Kinder ziehen nacheinander einzelne Klötzchen aus dem Turm raus und legen sie oben drauf, so dass der Turm wächst. Zieht ein Kind ein Klötzchen auf dem der Name einer Balanceübung steht, machen alle Kinder die Balanceübung. Es geht so lange weiter bis der Turm umfällt.
(Inspired by Alluem Kids)
Yoga-Zirkel
Stichworte: Lernen und vertiefen von Yogapositionen, Energie loswerden
Die Anzahl der Stationen im Yoga-Zirkel ist abhängig von der Anzahl der Kinder. Man muß mindestens so viele Stationen haben wie Kinder da sind. Wenn man genug Platz und Zeit hat, kann man natürlich auch mehr Stationen aufbauen.
Ich baue die Stationen immer in einem Kreis auf. Jede Yogamatte ist dabei eine Station. Neben jede Matte lege ich eine Karte mit einem Symbol oder Tier, das für eine Yogaposition steht. In die Mitte des Kreises lege ich die Karte mit der Maus. Die Maus steht bei mir im Kinderyoga für die Position des Kindes (Balasana).
Der Yogazirkel funktioniert nun so. Entweder lasse ich die Kinder erst mal einfach im Raum rumlaufen oder rumhüpfen. Manchmal beginne ich auch mit einigen Runden Sonnen- und Mondblumen. Den Bewegungsteil im Yogazirkel kann man ganz unterschiedlich gestalten. Während dieser Bewegungszeit läuft Musik. Geht die Musik aus, geht jedes Kind auf eine Yogamatte. Die Yogamatte, die die Startposition darstellt hat sich jedes Kind vorher schon ausgesucht. Ist jedes Kind auf seiner Matte mache ich die Musik wieder an und die Kinder machen die entsprechende Yogaposition von der Karte, die neben der Matte liegt. Die Position kann so lange gehalten werden bis die Musik wieder ausgeht. Kann die Position nicht mehr gehalten werden, gehen die Kinder einfach in die Maus (Balasana) zum ausruhen. Deshalb liegt die Karte der Maus in der Mitte des Yogazirkels, da sie jederzeit für jedes Kind gilt. Geht die Musik aus verteilen sich die Kinder entweder wieder im Raum zum bewegen oder wir machen wieder einige Runden Sonnen- und Mondblumen. Geht die Musik aus, gehen die Kinder zur nächsten Station. So geht es dann weiter bis jedes Kind jede Station durchlaufen hat und wieder auf seiner Startposition angekommen ist.
Yoga-Memory
Stichworte: Lernen und vertiefen von Yogapositionen
Yoga-Memory, auch ein Spiel, das die Kinder immer wieder gerne spielen. Die Spielregeln sind die Gleichen, wie beim normalen Memory. Der einzige Unterschied ist, wenn ein Kind ein Pärchen gefunden hat, machen alle Kinder die auf der Karte abgebildete Yogaposition.
Leider gibt es ein Yoga-Memory nicht einfach zu kaufen bzw. habe ich noch keines entdeckt. Zuerst habe ich versucht aus einem normalen Memory die Karten zusammenzustellen, aber damit war ich auch nicht wirklich erfolgreich. Deshalb habe ich es mir selbst gebastelt. Die Bilder habe ich mir aus Cliparts zusammengesucht und dann farbig ausgedruckt, einlaminiert, ausgeschnitten und fertig.
Gefriertanz
Stichworte: Aufwärmübung, Energie loswerden, bei Unruhe am Anfang der Yogastunde
Das Spiel „Gefriertanz“ nutze ich oft am Anfang der Yogastunde, wenn die Kinder unruhig sind oder sehr viel Energie haben. In der Regel reichen ein paar Minuten dieses Spiels aus und meine Yogakinder sind froh, wenn sie sich auf ihre Yogamatten legen können. Gleichzeitig ist es auch eine gute Aufwärmübung.
Für dieses Spiel benötigt man einen entsprechend großen Raum in dem sich die Kinder möglichst frei bewegen können. Man sollte alle Hindernisse aus dem Weg räumen und auch darauf achten, dass die Kinder zum Beispiel rutschfeste Socken anhaben damit niemand hinfällt. Ansonsten braucht man nur noch Musik.
Bei diesem Spiel habe ich zwei Varianten. Für beide Varianten gelten die Regeln, dass die Kinder während die Musik läuft rennen, tanzen, springen oder sich einfach frei bewegen. Allerdings müssen die Kinder darauf achten, dass sie sich nicht gegenseitig berühren. Das ist verboten und wenn man das Verbot nicht beachtet muss man eine kurze Auszeit nehmen. Hat man einen sehr großen Raum und in der Mitte des Raumes einen Kreis mit den Yogamatten, können sich die Kinder um die Matten herum bewegen. Verboten ist es über die Matten zu laufen oder zu springen.
Variante 1
Die Musik läuft und die Kinder rennen, tanzen oder springen. Ich mache die Musik aus und rufe „Gefrieren“. Alle Kinder müssen auf der Stelle so wie sie sind stehen bleiben und sind festgefroren. Dann rufe ich „Schmelzen“ und die Kinder sinken wie ein Schneemann in der Sonne zu Boden oder lassen sich einfach dramatisch auf den Boden fallen. Dann rufe ich: „Alle Kinder werden wieder groß und strecken sich zum Himmel“. Die Kinder stehen auf stellen sich auf die Zehenspitzen und strecken sich in Richtung des Himmels. Dann mache ich die Musik wieder an und alle Kinder laufen weiter bis ich die Musik wieder ausmache und alle Kinder wieder gefrieren. So geht es dann weiter bis das Lied aus ist.
Variante 2
Die Musik läuft und die Kinder rennen, tanzen oder springen. Ich mache die Musik aus und rufe eine Yogaposition zum Beispiel Baum. Die Kinder bleiben sofort stehen und nehmen die Yogaposition ein. Dann geht die Musik wieder an und die Kinder laufen weiter bis ich die Musik wieder ausmache und eine andere Yogaposition rufe. So geht es weiter bis das Lied aus ist.
Variante 3
Man kann den Gefriertanz auch ohne Musik spielen und einfach eine Klangschale benutzen. Wie in den anderen Varianten rennen, tanzen oder springen die Kinder und sobald die Klangschale ertönt, gefrieren alle in der Position in der sie gerade sind. Alle lauschen der Klangschale und wenn der Ton verklungen und die Klangschale nicht mehr zu hören ist, geht es wieder weiter.
Affenhäuptling
Stichworte: Aufwärmübung, Energie loswerden, bei Unruhe am Anfang der Yogastunde
Das Spiel "Affenhäuptling" ist wie auch schon das Spiel der "Gefriertanz" ein Spiel, welches ich oft am Anfang der Yogastunde mit den Kinder spiele, wenn Unruhe herrscht und die Kinder sehr viel Energie haben. Der Affenhäuptling ist ein Spiel von dem die Kinder nie genug bekommen können. Also probiert es einfach mal aus. Hier ist die Spielanleitung:
Ein Kind ist der Affenhäuptling und alle anderen Kinder sind Mitglieder seiner Familie. Alle haben zusammen ein schönes Leben, rennen und spielen im Dschungel, aber es gibt eine Gefahr - die Tiger im Dschungel. Die einzige Möglichkeit für die Kinder nicht von einem Tieger gefressen zu werden, ist den weisen Affenhäuptling immer zu beobachten. Wie alle Häuptlinge hat auch der Affenhäuptling magische Augen und Ohren und hört oder sieht die Tiger bevor irgendjemand sonst sie entdecken kann. Wenn der Affenhäuptling sich hinsetzt (Yogasitzposition, sukhasana) und den Zeigefinger über den Mund legt müssen alle Kinder sich sofort genau so wie ihr Häuptling hinsetzten, denn dann hat er einen Tiger in der Nähe entdeckt. Alle müssen sich ganz ruhig verhalten, denn die Stille täuscht die Tiger und sie verschwinden wieder. Der Affenhäuptling gibt dann ein Zeichen, wenn die Gefahr vorüber ist und alle Kinder können sich wieder im Dschungel austoben und spielen. Aber nur solange bis der Affenhäuptling wieder einen Tiger entdeckt. Dann müssen sich alle wieder ganz ruhig verhalten bis die Gefahr vorüber ist.
Einige Minuten von diesem Spiel reichen normalerweise aus und die Kinder sind froh sich dann auf ihre Yogamatten legen zu können.
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